Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Was im russischen Winter im Gepäck nicht fehlen darf.

Was im russischen Winter im Gepäck nicht fehlen darf.

Shutterstock/Legion-Media
Eine Reise nach Russland will gut vorbereitet sein. Schließlich ist es ein großes und im Winter auch kaltes Land. RBTH gibt Ihnen Tipps, was Sie unbedingt mitnehmen sollten und worauf Sie getrost verzichten können.

1. Feste Schuhe

Wer sich während seiner Russland-Reise stilecht in Walenki, den traditionellen Filzstiefeln, und einer Uschanka, einer wärmenden Mütze inklusive Ohrenklappen, fotografieren lässt, dem sind viele Likes in den sozialen Netzwerken garantiert. Allerdings eignen sich Walenki nur auf dem Land. In der Stadt sind sie eher unpraktisch, denn auf den Straßen wird Salz gestreut, welches die Sohlen der Walenki angreift. Dort empfehlen sich also robuste, möglichst wasserdichte Winterstiefel mit kräftigem Profil. 

2. Thermoskanne

Bei Weitem nicht alle Russen wärmen sich im Winter ausschließlich mit Wodka auf. Das beste Mittel, um sich warm zu halten, ist vielmehr ein heißer Tee. Damit es auch unterwegs nicht kalt wird, ist eine Thermoskanne ein unverzichtbarer Reisbegleiter. Heute gibt es neben den klassischen Modellen auch schicke Thermobecher oder sportliche Isoflaschen. Aber egal, welches Behältnis Sie bevorzugen: Auf dem Roten Platz einen Schluck heißen Tee, Kaffee oder auch Glühwein zu trinken, wird ein unvergesslich ursprüngliches Erlebnis.

3. Warme Kleidung  

Unverzichtbar. Packen Sie alles ein, was Sie haben. Ziehen Sie unter Ihre Kapuze noch eine warme Mütze. Vergessen Sie auch nicht einen Schal, Handschuhe und warme Socken. Russland im Winter ist kalt. Und das Wetter unberechenbar: Auf Frost und Schneestürme folgt plötzlich Tauwetter mit Regen oder ein Tief mit Wind und eisigem Hagel. Behalten Sie die Wettervorhersage im Auge.

4. Hüfttasche oder Geldbörse?

In Russland gibt es nicht mehr oder weniger Taschendiebe als sonst auf der Welt. Wenn Sie sich sofort als Tourist zu erkennen geben wollen, dann tragen Sie einen sogenannten Money Belt, eine Hüfttasche, wie es aus irgendeinem Grund in vielen Reiseführern empfohlen wird. In Russland gelten die gleichen Regeln der Vernunft und Vorsicht im Umgang mit Geld. Es sollte am besten in einem Portemonnaie aufbewahrt werden und dieses in einer innenliegenden mit einem Reißverschluss gesicherten Tasche. Sie benötigen wegen des Rubelverfalls jetzt ohnehin weniger Geld. Für 100 US-Dollar bekommen Sie jetzt viel mehr als vor der Währungskrise.

5. Reiselektüre

Die Wege sind lang in einem großen weiten Land wie Russland. Verkehrsmittel gibt es viele: Taxi, Vorortzug, Bahn oder Flugzeug. Unabhängig vom Verkehrsmittel muss man viel Zeit für die Reise einplanen. Nutzen Sie diese und  lauschen einem Hörbuch über russische Sehenswürdigkeiten. Oder lesen Sie die russischen Klassiker: Tolstoi, Dostojewski oder Tschechow. Sie sind die unterhaltsamsten Reisebegleiter, die man haben kann.

6. Toilettenpapier?

Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass es in vielen öffentlichen WCs in Russland häufig kein Toilettenpapier oder Papierhandtücher gibt. Doch in den vergangenen fünf Jahren haben russische Metropolen europäisches Niveau erreicht, was die Anzahl an Gastronomieketten und die Servicequalität angeht. Die öffentlichen WCs sind seitdem kaum wiederzuerkennen. Deshalb brauchen Sie kein Toilettenpapier. Stellen Sie sich nun mal vor: Sie stehen in einer Schlange vor der prächtigen Eremitage und plötzlich fällt eine profane Rolle Klopapier aus Ihrem Rucksack – welche Eindruck würde das wohl bei Ihren Mitmenschen hinterlassen? Packen Sie lieber Papiertücher und ein Hand-Desinfektionsmittel ein. Hygiene kann nie schaden – und das nicht nur in Russland.

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