Schätze der Moskauer Metro: Fünf spektakuläre Stationen der blauen Linie

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Die Moskauer Metro gilt als die schönste der Welt. Auch viele Stationen auf der blauen Linie laden zum Flanieren und Genießen ein.

Arbatskaja

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Diese zentrale Station der blauen Linie führt zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Moskaus: dem Arbatskajaplatz und, kurz danach, der Arbatstraße und dem Neuen Arbat. Die Station, entworfen vom sowjetischen Architekten Michail Poljakow, der unter anderem auch das Gebäude des Hilton Moskau Leningradskaja-Hotels schuf, ist die zweitlängste Moskaus, nur übertroffen von der Station Worobjowy Gory.

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Ihr Boden besteht aus mehrfarbigem Granit, der herausstechende Teppichmuster formt. Die Pfeiler sind mit Keramikblumen verziert, die Leuchter der Station aus vergoldeter Bronze gefertigt. Eine Legende der Stadt besagt, dass die Station aufgrund ihrer Nähe zum Gebäude des Generalstabs schnell in einen Bunker für dessen Angestellte umfunktioniert werden könne.

Ploschtschad Rewoljuzii

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Diese bezaubernde Station führt ins Herz Moskaus: den Roten Platz, den Kreml, das GUM-Kaufhaus und die Nikolskajastraße. Zudem ist sie mit der Station Teatral’naja verbunden.

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Ploschtschad Rewoljuzii ist die wohl spektakulärste Station der pompösen Moskauer Metro. 76 Bronzestatuen von sowjetischen Soldaten, Revolutionären, Bauern, Matrosen, Arbeitern, Ingenieuren, Studenten und vielen anderen Bevölkerungsgruppen zieren ihre Hallen. Um die Statuen in die engen Bögen platzieren zu können, stellen sie alle sitzende oder kniende Menschen dar – eine Tatsache, die der Station Kritik einbrachte. Dennoch gefielen Stalin die Statuen und sie wurden von ihm persönlich als gut befunden. Bis heute schreiben die Menschen ihnen magische Eigenschaften zu. Dies erklärt auch, warum einige Stellen ihrer Körper bis aufs Metall abgerieben wurden. Sie sollten es auch mal probieren!

Kiewskaja

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Die Station Kiewskaja führt zum Europeiskij-Einkaufszentrum und zum Bahnhof Kiewski, von dem Züge nach Kiew und in andere ukrainische Städte aufbrechen. Sie wurde nach dem Vorbild ihrer Bestimmung gestaltet: Die Dekorationen sind der sowjetischen Ukraine gewidmet und zeigen zudem Szenen der Unterzeichnung des Vertrages von Perejaslaw im Jahr 1654, das den Schutz des kosakischen Hetmanats durch das zaristische Russland im Tausch gegen einen Treueschwur der Kosaken auf den Zaren sicherte.

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Ihre Wände sind im Überfluss geschmückt: 24 lebhafte Fresken zeigen Szenen aus dem Alltag der ukrainischen Menschen. Der Boden ist mit außergewöhnlichen Blumenornamenten verziert. Als eine der energetischsten Stationen der Metro erzeugt Kiewskaja das Gefühl eines pulsierenden Festivals.

Park Pobedy

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Diese zurückhaltende und doch elegante Station führt zum Park Pobedy, einer der größten Gedenkstätten der Welt. Das Design der Station erinnert an die Gedenkstätte und symbolisiert die großen Siege Russlands: jenen im Vaterländischen Krieg gegen Napoleon 1812 und jenen im Zweiten Weltkrieg gegen Hitler.

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Entworfen wurde sie vom berühmten sowjetischen Künstler Surab Tsereteli, der auch die „Gut besiegt Böse“-Statue in New York erschaffen hatte. Die südlichen und nördlichen Hallen der Station unterscheiden sich dabei in Farbe und Dekoration, um an die beiden bedeutenden militärischen Siege zu erinnern, ähneln sich aber doch in ihrem Stil.

Slawjanski Bulwar

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Diese moderne Station wurde erst 2008 eröffnet und erfüllt dennoch den hohen ästhetischen Anspruch, den ältere und bekanntere Stationen der Moskauer Metro gesetzt haben.

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Inspiriert von Arbeiten des berühmten französischen Architekten Hector Guimard, gibt es in Slawjanski Bulwar traditionelle Elemente der Pariser U-Bahn zu bestaunen: Bäume, Äste und Blätter aus Metall säumen die Hallen.

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