Erzähl uns, Google: Was machen Russen jenseits von Moskau?

Grumant
Google hat das Projekt „Beyond the Capitals“ (zu Deutsch „Außerhalb der Hauptstädte“) gestartet, um die engagiertesten Menschen außerhalb von Moskau und Sankt Petersburg aufzuspüren und ihre Projekte in der Welt bekannt zu machen. Einige leidenschaftliche Enthusiasten bieten ihre einzigartigen Dienstleistungen in jenen entlegenen Regionen des Landes an, die ein großes Potenzial für Geschäfte, Tourismus und Wohltätigkeitsorganisationen bieten.

Die Surfschule für Schneewellen

Kamtschatka, die Halbinselregion, auf der die durchschnittliche Sommertemperatur selten über 15 Grad Celsius hinausgeht, ist für viele Menschen vermutlich kein guter Ort, um ein paar Wellen zu reiten, aber sie verdient durchaus eine Chance. Anton Morosow, dessen Nachname im Russischen “Frost” bedeutet, ist Geschäftsmann und leidenschaftlicher Surfer und hat deshalb an der rauen Küste des Pazifischen Ozeans ein Surfcamp eröffnet.

Seine Surfschule „The Snowave Kamchatka“ verspricht Abenteuerlustigen aus der ganzen Welt einen Meter hohe Wellen, die oft sogar noch höher sind, und durchschnittliche Wassertemperaturen von zwölf bis 15 Grad –  ein zweistündiger Surfunterricht kostet umgerechnet ungefähr 38 Euro (2 500 Rubel). Dazu muss man jedoch zunächst in den Fernen Osten Russlands nach Kamtschatka kommen.

Arktisches Touristencamp

Wem Kamtschatkas Meeresgewässer nicht genug Aufregung bieten, sollte seine Aufmerksamkeit auf dieses russische Touristencamp auf Spitzbergen, Svalbard, 2 700 km nördlich von Moskau, richten. Die unwirtliche Insel, deren Sommertemperaturen selten höher als fünf Grad Celsius betragen, ist laut Timofej Rogozhin, Geschäftsmann und Inhaber der „Grumant Company“, der perfekte Ort für „arktischen Tourismus“.

Obwohl die Inselgruppe Spitzbergen zu Norwegen gehört, dürfen russische Staatsbürger sie ohne Visum bereisen. Man sollte jedoch noch vor der Reise beachten, dass sich 4 000 Polarbären die Insel mit nur 3 000 Menschen teilen.

Vintage-Mikrofone

Viele Unternehmen, die Google in seinem Projekt auflistet, hängen jedoch nicht mit Tourismus zusammen. Russen widmen sich auch dem Export und manche sind dabei sogar äußerst erfolgreich. Diese Firma aus Tula, 180 Kilometer südlich von Moskau, stellt dieVintage-Mikrofone „Soyuz“ her und verschifft sie nach Europa, Australien, Nord- und Südamerika, den Nahen Osten sowie Südostasien. Zu den Kunden des Unternehmens zählen unter anderem die mit dem Grammy ausgezeichneten Produzenten Nigel Godrich, Justin Meldal-Johnsen und Ryan Hewitt.

Magadan360

Viele Projekte, die Google aufführt, werden von kleinen Gruppen oder Einzelpersonen, die ihre Region wirklich lieben, geführt. Eines dieser Projekte, „Magadan360“, zeigt eine bemerkenswerte Sammlung von 360-Grad-Fotos, die an schwer zugänglichen Orten aufgenommen wurden. Klicken Sie einfach hier und schauen Sie sich dann Russland in seiner ganzen Schönheit an.

Russische Schlittenhunderennen

Stellen Sie sich vor, Sie erzählen Ihren Freunden, dass sie in Russland an einer Hundeschlittentour teilgenommen haben! Einige der 300 Rennfahrer reisen sogar in das nahe Nischni Nowgorod gelegene Dorf Chabarskoe, 500 Kilometer westlich von Moskau, um an einem Hundeschlitten-Wettkampf teilzunehmen – seien Sie also auf eine Menge süßer blauäugiger Huskys vorbereitet.

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