Lebkuchen auf russische Art: Als Weihnachtsschmuck oder Leckerei (REZEPT)

Victoria Drey
Prjaniki sind ein einzigartiges slawisches Gebäck. Genießen Sie diese für die Weihnachtszeit typische süße Sünde.

In der slawischen Küche sind Prjaniki seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Damals wurden sie einfach „Honigbrote“ genannt und aus einer Mischung aus Roggenmehl, Honig und Beerensaft hergestellt. Später kamen Gewürze aus Indien und Nahost hinzu: schwarzer Pfeffer, Minze, Zimt, Nelken, Anis und Vanille.

Der Name stammt wahrscheinlich aus dieser Zeit. Das russische Wort  „пряный“ (transkribiert „prjani“) bedeutet „gepfeffert“ oder „scharf“.  

Prjaniki galten als besonderes Gebäck für Festtage, denn nahezu alle Zutaten waren sehr teuer, so dass sich die meisten Menschen diese nur zu besonderen Anlässen leisten konnten. Prjaniki waren daher auch ein beliebtes Geschenk zu allen möglichen Feiertagen, einschließlich Hochzeiten, Namenstagen oder zu Weihnachten. Sogar als Schmuck für den Weihnachtsbaum wurden sie verwendet.

Die wichtigste Zutat ist dagegen Honig: Guter Honig in Prjaniki-Teig verleiht bereits so viel Geschmack, dass Gewürze eigentlich überflüssig sind. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass der Geschmack gänzlich durch den Honig geprägt wird. Sie können jeden Honig verwenden und jedes Mal werden ihre Prjaniki einen einzigartigen anderen Geschmack haben. Mein Favorit ist Buchweizen-Honig. Er ist besonders intensiv und aromatisch. 

Zutaten für den Teig:

  • 240 g Mehl; 
  • 50 g Zucker;
  • 80 g Honig;
  • 50 g Butter;
  • 1 Ei;
  • 30 ml Wasser;
  • ½ Teelöffel Backpulver;
  • ¼ Teelöffel Salz;
  • Gewürze (optional).

Zutaten für die Glasur:

  • 3 gehäufte Esslöffel Puderzucker;
  • 3 Esslöffel heißes Wasser.

Zubereitung:

1. In eine Schüssel Honig, Zucker, weiche Butter und Wasser geben und über dem Wasserbad drei Minuten erhitzen und dabei zu einer glatten Masse verrühren. 

2. Sie können den Teig auch direkt im Topf zubereiten, doch ich bevorzuge das Wasserbad, da ansonsten der Honig zu viel an Geschmack verliert. 

3. Vom Herd nehmen und Gewürze hinzufügen. Ich verwende immer eine Mischung aus gemahlener Muskatnuss, Zimt, Nelken und Kardamom. Nochmals verrühren und die Hälfte des Mehls, Backpulver und Salz durch ein Sieb dazugeben. Mit einem Holzlöffel glatt rühren. Zu diesem Zeitpunkt sollte Ihr Teig recht flüssig sein. 

4. Stellen Sie den Teig beiseite und lassen Sie ihn auf Raumtemperatur abkühlen. Er wird dicker werden, wie eine Paste. Nun ein Ei dazugeben und glatt rühren. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, den Teig mit einem Holzlöffel zu bearbeiten, benutzen Sie ein elektrisches Rührgerät. 

5. Nun das restliche Mehl nach und nach hinzufügen. Den Teig ggf. kneten.

6. Sie sollten nun einen leicht klebrigen, aber dennoch elastischen und weichen Teig erhalten, fast ein wenig wie Kitt. Nehmen Sie nicht zu viel Mehl, sonst werden Ihre Prjaniki zu hart. Teig mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens eine Stunde im Kühlschrank, besser sogar über Nacht, ruhen lassen. 

7. Den fertigen Teig in etwa 10 bis 12 Stücke aufteilen und Kugeln formen (oder auch jede andere Form). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, leicht andrücken und bei 190-200 ° C ca. 15 Minuten backen.

8. In der Zwischenzeit die Glasur vorbereiten: Puderzucker mit heißem Wasser glatt rühren. Nehmen Sie die fertigen Prjaniki aus dem Ofen und glasieren Sie sie, solange sie heiß sind. Ich hatte etwas zu viel Backpulver verwendet, daher waren meine Prjaniki ziemlich knusprig. Je weniger Backpulver, desto glatter bleibt die Oberfläche. 

9. Lassen Sie die Prjaniki erkalten. Die Glasur wird sich in einen frostig aussehenden Überzug verwandeln. Das ist charakteristisch für Prjaniki.

Und nun: Prijatnogo Appetita!

>>> Tulaer Prjaniki: Wie ein Lebkuchen zu Russlands gastronomischem Markenzeichen wurde

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