Olympia: Dabei sein ist alles

Volontäre für Sotschi-Olympia sind hochgefragt. Foto: Kommersant

Volontäre für Sotschi-Olympia sind hochgefragt. Foto: Kommersant

In knapp einem Jahr beginnen die XXII. Olympischen Winterspiele in Sotschi. Die Zahl derer, die als freiwillige Helfer oder Volontäre dabei sein wollen, ist bereits vor Ende der Bewerbungsfrist dreimal höher als der Bedarf.

Der Weg zu den begehrten Volontariaten beginnt für die unzähligen Bewerber auf der Webseite http://vol.sochi2014.com/. Dort müssen sie sich zunächst registrieren und einen detaillierten Fragebogen über ihre Person ausfüllen. Danach wird jeder Bewerber auf seine Fähigkeiten sowie seine Englischkenntnisse geprüft.

Wer diese Tests erfolgreich absolviert hat, wird zu einem persönlichen, 30-minütigen Vorstellungsgespräch eingeladen. In einem speziell dafür

entwickelten „Blitzinterview" verschafft sich der Interviewer einen Eindruck, ob der Bewerber den Anforderungen, die bei der Olympiade auf ihn zukommen, gerecht werden kann. Er informiert sich zudem über bisher gemachte Erfahrungen und beurteilt die Englischkenntnisse des Kandidaten. Überdurchschnittliche Sprachkenntnisse sind im Bewerbungsverfahren ein riesiger Vorteil. Der Großteil der Volontäre setzt sich aus Studierenden zusammen, was hauptsächlich daran liegt, dass eine freiwillige Mitarbeit bei den Olympischen Spielen äußerst zeitintensiv ist.

Das Organisationskomitee Sotschi 2014 übernimmt die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Die Reise nach Sotschi müssen die freiwilligen Helfer selbst bezahlen. Während der Generalproben wird ihnen sogar eine Unterbringung in Wellnesshotels angeboten. Während der Olympiade erfolgt ihre Unterbringung in eigens dafür errichteten Häusern im Olympischen Dorf.

Jeder Volontär wird einem konkreten Austragungsort zugeordnet. An arbeitsfreien Tagen bekommen die Freiwilligen kostenlose Eintrittskarten für alle Wettkämpfe.

 

Nicht nur die Sportler – auch Volontäre müssen trainieren

Gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft, Russland bei den ersten Olympischen Winterspielen in der Geschichte des Landes tatkräftig unterstützen zu wollen, reichen allerdings nicht aus, um auserwählt zu werden. Denn um wirklich bei den Wettkämpfen dabei sein zu dürfen, muss jeder Volontär noch einige Trainings absolvieren. In diesen geht es vornehmlich um die Arbeitseinteilung des Personals sowie die Gewöhnung an die Olympia-Standorte. Diese Trainings werden von jenen russischen Volontären vorbereitet und durchgeführt, die bereits bei den Olympischen Spielen in London mitgearbeitet haben.

Neben den Vorbereitungskursen müssen alle Volontäre an den Probewettkämpfen in den Olympia-Stadien in Sotschi teilnehmen. Dies ermöglicht es ihnen, einen ersten Einblick in die Organisation der Olympiawettkämpfe zu bekommen. Bei den Testwettbewerben sind neben russischen Mitarbeitern in jedem Stadium mindestens 15 Kanadier, Amerikaner oder Norweger vertreten. Sie sind ehemalige Volontäre der Olympiade in Vancouver und helfen nun ihren Nachfolgerin bei der Einarbeitung.

 

Ausländische Volontäre

 

Ausländische Interessenten im Alter von 18-80 Jahren haben noch bis 1. März 2013 die Möglichkeit, sich als freiwilliger Mitarbeiter bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 zu bewerben.Bei der Endauswahl sind vor allem gute Englisch- und Russischkenntnisse von Vorteil.

Das Organisationskomitee Sotschi 2014 übernimmt für alle Volontäre die Kosten für Verpflegung und Unterkunft. Für die Reise nach Sotschi müssen die Bewerber selbst aufkommen.

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