Internationale Marken ziehen Russen an

Sieben neue Modemarken wollen 2013 den russischen Markt erobern. Foto: ITAR-TASS

Sieben neue Modemarken wollen 2013 den russischen Markt erobern. Foto: ITAR-TASS

Russland ist zum neuen Anziehungspunkt für Modeunternehmen geworden. Diese suchen nach Alternativen zum europäischen und amerikanischen Markt. Nach Zara und H&M fassen nun auch kleinere Unternehmen Fuß.

Die internationale Modewelt hat Russland ins Visier genommen. Grund sind die konjunkturelle Flaute in Europa und die Übersättigung des Angebots in Amerika. Während in diesen Traditionsmärkten ein - zwei Prozent Umsatzsteigerung bereits ein Erfolg sind, kann man in Russland noch auf ein Plus von sechs-sieben Prozent hoffen.

Die größten Global Player wie Zara und H&M haben sich bereits erfolgreich in Russland etabliert. Jetzt folgen ihnen Unternehmen der zweiten Reihe nach. Nachdem die großen Konzerne erste Erfahrungen mit Russland gemacht hätten, würden jetzt, da der Markt stabiler und risikoärmer geworden sei, auch die kleineren Unternehmen folgen, analysiert Darja Jadernaja, geschäftsführende Direktorin des Consultingunternehmens Esper Group.

Sieben neue kleinere Modemarken wollen 2013 den russischen Markt erobern. Dazu gehören Bimba & Lola, Jack Wolfskin, Eurelia, Collezioni fashion, Ferré, Nissa und Pink Woman. Mit Victoria's Secret wird seit längerem auch noch ein ganz großer Name erwartet. 2013 soll es nun soweit sein.

2012 kamen 30 ausländische Labels nach Russland, elf von ihnen aus dem Segment Bekleidung und Schuhe, ermittelte die auf Immobilien für den Einzelhandel spezialisierte Unternehmensberatung „Magasin Magasinow". Wirklich unbekannte Namen, wie vor zwei Jahren die Marken Uniqlo und Banana Republic, seien dies aber nicht gewesen.

Die wichtigsten Zielregionen für die Vermarktung neuer internationaler Marken sind nach wie vor Moskau und St. Petersburg. Dort ist es aber mittlerweile eng geworden. Deshalb peilen die Modeproduzenten nun auch verstärkt kleinere Städte an. Die Analysten von Magasin Magasinow führen als Beispiel die Marke Mango an, die sich in Städten mit einer Bevölkerung von weniger als 100.000 Menschen breit machen will.

Neben dem Segment Bekleidung erwartet der russische Einzelhandel im Jahre 2013 weitere ausländische Konkurrenz. Laut dem Immobilienunternehmen Knight Frank haben neben den sieben Modemarken weitere acht internationale Labels verschiedener Marktsegmente ihre Absicht geäußert, in den russischen Markt vorzustoßen. Dazu gehören die Ketten für Modeaccessoires Meli Melo Paris, Funky Fish und Stella's Accessories sowie der Schuhhändler Humanic.

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