BASF erzielt Rekordumsatz in Russland

Foto: AFP/East News

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Obwohl der deutsche Chemieriese BASF in Russland nur 1–2% seines gesamten Verkaufs abwickelt, verzeichnete der Konzern dort einen der Umsatzzuwachs, der etwas über dem weltweiten Durchschnitt lag. Diese Entwicklung verdankt BASF jedoch nicht nur dem Öl- und Gassegment, sondern auch der russischen Landwirtschaft und Automobilindustrie.

Laut den Ergebnissen für das Jahr 2012 verzeichnete der Konzern BASF weltweit einen Umsatzrekord – mit 78,7 Mrd. Euro übertraf BASF das Vorjahresergebnis um 7%. Das stärkste Wachstum erfuhren dabei die Segmente Öl und Gas sowie Pflanzenschutz. Gleichzeitig zeichnete sich jedoch eine Verlangsamung des Wachstums im Chemiesegment des Konzerns ab. Der reine Gewinn der Firma verringerte sich zudem um 21% auf 4,9 Mrd. Euro, was eine „Nebenwirkung“ davon sei, dass das Öl- und Gassegment vergrößert wurde, da in diesem Bereich mehr Steuern abzuführen seien, so der Konzern.

In Russland ist der Verkaufsumsatz von BASF auf 8% angewachsen – von 1,2 auf 1,3 Mrd. Euro. Dies sei vor allem auf das Wachstum im Segment Pflanzenschutz zurückzuführen, meint BASF-Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel gegenüber RBC Daily. BASF verkauft in Russland verschiedene Pflanzenschutzmittel wie Herbizide, Fungizide und Insektizide.

Ein wichtiger Tätigkeitsbereich für BASF ist jedoch noch immer der Öl- und Gassektor. So haben der Chemiekonzern und Gazprom 2012 ein Abkommen unterzeichnet, welches besagt, dass die BASF-Tochter Wintershall 25% plus einen Anteil jenes Projekts bekommt, bei dem mittels zwei Blöcken in der Achimov-Formation der Lagerstätte Urengoi, Sibirien, Erdgas und -öl gefördert wird.

Neben den Sektoren Landwirtschaft, Öl und Gas haben für BASF in Russland noch fünf weitere Bereiche großes Potenzial – nämlich Lösungen für die Automobilindustrie, die Holzverarbeitungsindustrie und die Bauwirtschaft, sowie die Bereiche Bergbau, Chemie und Erdölchemie. Im vergangenen Jahr hat der deutsche Konzern auch seine erste Produktionsstätte für Betonzusatzmittel im Bezirk Podolskij, Gebiet Moskau, errichtet. In der ersten Hälfe dieses Jahres soll noch eine weitere Produktionsstätte in der Stadt Kasan gebaut werden. Darüber hinaus merkt BASF in seinem Jahresbericht an, dass in Russland derzeit eine überaus große Nachfrage an Industrie- und Automobilbeschichtungen besteht. Was das Jahr 2013 anbelangt, so erhofft sich der Konzern ein weiteres Nachfrageplus vonseiten der russischen Automobilindustrie.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RBC Daily.

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