Samsung schlägt alle Verkaufsrekorde

 In Russland kostet das Galaxy S4 zwischen 750 Euro (16 Gigabyte) und 925 Euro (64 Gigabyte). Foto: RIA Novosti

In Russland kostet das Galaxy S4 zwischen 750 Euro (16 Gigabyte) und 925 Euro (64 Gigabyte). Foto: RIA Novosti

Das Samsung Galaxy S4 ist in Russland drei Tage früher als in den USA in die Läden gekommen. Seit seinem russischen Verkaufsstart am 26. April gingen bereits über 15 000 Geräte über den Ladentisch. Alle bisherigen Verkaufsrekorde wurden gebrochen.

Der russische Verkaufsstart von Samsungs neuem Smartphone-Flagschiff Galaxy S4 am 26. April hat alle Startrekorde geschlagen. Gemäß Mobile Research Group ging das Handy in den ersten drei Verkaufstagen über 15 000 Mal über den Ladentisch. „Für ein Gerät dieser Preisklasse ist das ein absoluter Rekord. Als das iPhone 5 in die Läden kam, verliefen die ersten

Verkaufstage viel schleppender. Doch weitere Schlussfolgerungen werden wir am Ende der Woche ziehen", erklärt Eldar Murtasin, Analyst der Mobile Research Group. In Russland kostet das Galaxy S4 zwischen 750 Euro (16 Gigabyte) und 925 Euro (64 Gigabyte).

Das Vorgängermodell Samsung Galaxy S3 war das erste koreanische Smartphone, das in den weltweiten Verkaufszahlen das iPhone überholte. In der ersten Woche seit Beginn der Annahme der weltweiten Vorbestellungen konnte das Galaxy S4 seinen Vorgänger um das Vierfache überholen. Vergangenes Jahr gab es weltweit neun Millionen Vorbestellungen für das Galaxy S3.

Die Rekordzahlen in Russland sind dadurch bedingt, dass Samsung seine Partner gründlich auf sein neues Produkt vorbereitet hat – sowohl Netzbetreiber als auch Einzelhandelsketten, da beide direkten Kundenzugang haben. So vereinbarte Samsung mit MTS, einem der führenden russischen Netzbetreiber, dass Käufer des Galaxy S4 ein Jahr lang gratis telefonieren können. Für Russland, wo sich vertragsgebundene Handyverkäufe nie durchsetzen konnten, ist das ein ungewöhnliches Verkaufsschema. Dabei werde MTS keine Verluste in Kauf nehmen müssen, sagt Irina Agarkowa von MTS. Besitzer von High-End-Smartphones geben viermal mehr für mobile Dienste aus als der Durchschnitt aller Kunden. Es zahlt sich somit aus, solche Kunden aktiv bei der Konkurrenz abzuwerben.

Nach Meinung der russischen Samsung-Dependance ist Russland ein Schlüsselmarkt für die Hersteller von Mobiltelefonen. „Innerhalb von drei Tagen werden hier so viele Handys verkauft wie in den USA in einer Woche", erklärt ein Branchenkenner. Genau deshalb hätte man in Russland das Handy früher angeboten als in den USA. Der russische Smartphone-Markt wächst ständig. So haben gemäß der Statistik des größten russischen Handy-Einzelhändlers Euroset im ersten Quartal 2013 Smartphones materiell 40,6 Prozent des gesamten russischen Handymarkts und finanziell sogar 78,2 Prozent eingenommen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode wurden 34,1 Prozent mehr Smartphones verkauft.

Im vergangenen Jahr stiegen Huawei und ZTE aus China in die Liga der größten Smartphone‑Hersteller auf. Zusammen mit Coolpad und Lenovo ziehen deren Produkte auf Basis von Googles Betriebssystem Android immer mehr Kundschaft an, wie Ramon Llamas, Research Manager bei IDC, erklärt. Im ersten Quartal 2013 nahmen sie bei den Verkaufszahlen den vierten und fünften Platz ein, und deren gemeinsamer Marktanteil beträgt 8,8 Prozent. Samsung belegt mit 32,7 Prozent den ersten, Apple mit 17,3 Prozent den zweiten Platz.

Die Chinesen interessieren sich sehr für den russischen Markt, doch liegen sie auch hier noch weit hinter der koreanischen Konkurrenz. „Lenovo, Huawei und ZTE sind Newcomer, und es wäre für diese Hersteller verfrüht, auf einen bedeutenden Marktanteil zu hoffen. Die bekanntere HTC aus Taiwan, die im selben Segment spielt, konnte zum Verkaufsstart seines letzten Modells hingegen beachtliche 2 000 Geräte absetzen", so Eldar Murtasin.

 

Zusammengestellt auf der Grundlage von Materialien der Zeitung Wedomosti.

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