Die besten Apps für ein Auslandsstudium in Russland

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Legt Euch Eure persönliche Datenbank an, lernt Fremdsprachen mit detaillierten Wörterbüchern und vergesst über den Alltag des Studiums nicht, Euch auch Zeit für Eure Liebsten zu nehmen. Lest und testet.

Es ist Mitte August und das bedeutet, dass viele von uns bald wieder die Hörsäle bevölkern – zumindest virtuell. Der Bildungsmarkt von heute überspringt zeitliche und geografische Grenzen spielend leicht. Online-Universitäten ermöglichen ein Studium in annähernd jedem Alter, klassische Hochschulen locken Studenten aus dem Ausland mit Stipendien. Wenn Du Dein Studium auf russischen Wegen bestreitest, dann können Dir einige von Russland HEUTE sorgfältig ausgewählte Apps zum erfolgreichen Aufenthalt in einem Land verhelfen, in dem jeder vierte Erwachsene eine höhere Bildung vorweisen kann.

 

1. Für Mitschriften und Geistesblitze – Evernote


Die App „Evernote" entwickelte der russische Programmierer Stepan Patschikow im Jahr 2004. Der neue Dienst soll der Absicht seines Architekten nach eine Art „externes Gedächtnis" für den Nutzer darstellen und an einem Ort Informationen verschiedenster Art sammeln.

Heute ermöglicht „Evernote" das Speichern von Texten, Bildern, Fotos, Audioaufzeichnungen und E-Mails und hat so den Charakter einer individuellen Datenbank für jeden der 50 Millionen Nutzer. Studenten kann es als digitaler Ersatz des klassischen Aktenordners dienen.

Standardmäßig werden 60 Megabyte monatlich bei der Registrierung eines kostenlosen Accounts bereitgestellt, die kostenpflichtige Premiumfunktion bietet einen Gigabyte Speicherplatz für fünf Euro monatlich (40 Euro bei Vertragsabschluss über ein Jahr). Das Produkt verfügt über Versionen für alle Computer und Mobilgeräte, sodass sich die Einträge synchronisieren lassen und die Materialien für das Studium immer zur Hand sind.

2. Für die Verständigung – Abbyy.Lingvo


Im Frühjahr 1989 inspirierte eine Französischprüfung den Studenten des Moskauer Instituts für Physik und Technologie David Jan dazu, ein elektronisches Wörterbuch zu entwickeln. Ein paar Jahre später war er bereits der Geschäftsführer von Abbyy mit Büros in Europa und den USA, einem weltweit führenden Unternehmen auf dem Markt der Übersetzungstechnologien.

Für einen Studenten in einem fremden Land ist die Erfindung des damaligen Studenten nicht nur ein effektives Hilfsmittel beim Lernen, sie unterstützt ihn auch dabei, in dem Meer von überwiegend unbekannten Wörtern und Ausdrücken die Orientierung zu behalten.

3. Für eine optimale Orientierung – Yandex.Metro / Yandex.Maps


Der russische Internet-Gigant unternahm den ambitionierten Versuch, ein ganzes System einander ergänzender Dienste zu begründen, die sich sowohl für die alltägliche Nutzung im Team als auch für individuelle Zwecke eignen. Einem ausländischen Studenten in Russland empfehlen wir zwei von ihnen.

Wer nach Moskau kommt, sollte auf Yandex.Metro nicht verzichten, eine App, die das Metronetz der russischen Hauptstadt in allen Einzelheiten abbildet und die beste Fahrverbindung heraussucht. Ein zusätzliches Plus: Das Programm zeigt auch die geschätzte Dauer einer Fahrt an. Es ist hilfreich, pünktlich zu den Veranstaltungen zu erscheinen, oder?

Wer sich für Russland insgesamt interessiert, dürfte an der App Yandex.Maps Gefallen finden. Detaillierte Karten, die Möglichkeit, eine Reisestrecke zu planen und eine Stauanzeige helfen dabei, trotz der beeindruckenden Weiten des Landes oder verstopfter Straßen immer am Ziel anzukommen.

4. Für die Fernbeziehung – Couple


Im Ausland zu studieren bedeutet nicht nur, Freunde aus Kindheitstagen, Straßen und Nachbarn zu vermissen. Besonderen Kummer kann die, wenn auch zeitlich befristete, Trennung von einem geliebten Menschen bereiten. Studium und Privatleben gleichermaßen im Blick zu behalten, hilft „Couple" (bis 2013 „Pair"), ein soziales Netzwerk für Paare.

Die kleine App mit hübschem Design versucht, ein Maximum an Mikromanagement für diesen Lebensbereich zu übernehmen. Es bietet einen gemeinsamen Kalender, eine Liste für geplante Aktivitäten und einen gesonderten Bereich für Erinnerungsfotos. Man kann gemeinsam Bilder zeichnen oder sich gegenseitig lustige Sticker schicken.

Die intime Bestimmung der App zeigt sich an der Funktion Thumbkiss – ein Kuss auf die Fingerspitzen, den das Berühren der Fingerabdrücke in einem speziellen Fenster erzeugt.

Übrigens: Zwar hat dieses Projekt russische „Väter" – drei der vier seiner Gründer sind russische Emigranten –, eine russische Version der App gibt es aber nicht.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland