St. Petersburg will zu einem Investitionszentrum werden

Die Isaakskathedrale ist die größte Kirche St. Petersburgs. Foto: Pressebild

Die Isaakskathedrale ist die größte Kirche St. Petersburgs. Foto: Pressebild

Die russische Kulturmetropole ist dabei, auch wirtschaftlich
eine Spitzenposition einzunehmen. Rankingagenturen stellen ihr ein hervorragendes Zeugnis aus. Investoren willkommen!

St. Petersburg, größtes industrielles Ballungszentrum der Russischen Föderation, verdiente sich 2013 den Ruf als „beste Innovationsregion Russlands". Internationale Agenturen bescheinigten der Stadt ein positives Investitionsklima. 2012 kamen über zehn Milliarden US-Dollar aus dem Ausland und damit doppelt so viel wie im Jahr zuvor.

Auch deutsche Firmen sind an zahlreichen Innovationsprojekten beteiligt. Die Statistik der bilateralen Zusammenarbeit ist beeindruckend. Innerhalb von neun Monaten stieg 2013 der Umfang des Außenhandels mit Deutschland um mehr als das Zweifache im Vergleich zum Vorjahr. Ende 2012 waren die Investitionen deutscher Unternehmen über die Milliardengrenze gesprungen.

2013 setzte sich die St. Petersburger Stadtverwaltung zusammen, um die Bedingungen für Investitionen aus dem Ausland weiterhin zu verbessern. Eine sinnvolle Neueinführung war die Eröffnung einer Agentur, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Investoren anzulocken und das bürokratische Prozedere aufzulockern.

Die Agentur legt die eingereichten Projekte einem Expertenrat der Stadtverwaltung zur Durchsicht vor. Umgekehrt hat sie eine ganze Palette möglicher Projekte zusammengestellt, die für ausländische Investoren von Interesse sein könnten. Betroffen sind vor allem die Segmente Transportwesen, Sportindustrie und die Infrastruktur für Ausstellungen und Tagungen.

St. Petersburg und Deutschland kooperieren in den Bereichen Schiffsbau, Automobilindustrie und -zulieferer, Radioelektronik und IT. Großes Interesse zeigt die Metropole an neuen Technologien für den Straßenbau und zur Verkehrssteuerung angesichts des ständig anwachsenden Pkw-Stroms. Investitionsmagnet ist auch das Gesundheitswesen, angefangen

bei der Medizintechnik über Biotechnologie bis zur Pharmazeutik. Die Lebensmittel- und Leichtindustrie sowie die Immobilienbranche bieten ebenfalls ein hohes Potenzial.

Heute steht St. Petersburg, was seine Attraktivität für den Tourismus anbelangt, europaweit an zehnter Stelle. 2012 besuchte eine Rekordmenge von sechs Millionen Menschen die Stadt, das sind zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Im Dezember wird am Flughafen Pulkowo ein neues Terminal eröffnet. Die Testphase läuft bereits. Betrieben wird es von einem Konsortium aus der deutschen Firma Fraport (Frankfurt Airport Services Worldwide) und der russische VTB-Bank.

Über problemlosere Einreisebedingungen führt Russland seit Jahren Gespräche mit der Europäischen Union. Und bereits heute können sich Transitreisende, die in St. Petersburg an dem neuen Seehafen ankommen, die Stadt innerhalb von drei Tagen oder 
72 Stunden auch ohne Visum in Ruhe anschauen.

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