Sotschi-Investitionsforum: Nischnij Nowgorod kooperiert mit neuen Ländern

Die Region Nischnij Nowgorod startet ein gemeinsames Projekt mit Belgien mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Milliarden Euro. Zudem werden ein Vertrag mit China und Kooperationen mit Lateinamerika und den Vereinigten Arabischen Emiraten vorbereitet. Wie die Zusammenarbeit zwischen der Region und diesen Ländern aussieht, erzählte Jurij Groschew, der Minister für Investitionspolitik der Region Nischnij Nowgorod, in einem Gespräch mit RBTH während des Invesititionsforums in Sotschi.

Bild: Natalja Michajlenko

Die wichtigsten Bereiche, in denen die Region Investoren anlocken will, sind die Petrochemie, die Automobilindustrie und der Maschinenbau. Bereits mehrere Jahre in Folge hält sich der Umfang an ausländischen Investitionen in unsere Region auf dem Niveau von rund einer Milliarde Euro. Die Region kooperiert sowohl mit europäischen als auch mit asiatischen Ländern. Erst am Donnerstag haben wir ein großes Projekt mit Belgien begonnen, das ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro umfasst. Es handelt sich um ein Joint Venture der großen russischen Petrochemiegesellschaft Sibur und dem belgischen Chemiekonzern Solvay zur Herstellung von PVC. Eine weitere wichtige Richtung, die wir gerade erst eingeschlagen haben, ist die Kooperation mit Ländern Lateinamerikas und auch mit arabischen Ländern.

Jurij Groschew, der Minister für

Investitionspolitik der Region Nischnij

Nowgorod. Foto: RBTH

Mit Mexiko unterhalten wir uns gerade über Möglichkeiten einer Produktion von Automobilteilen. Dort hat man große Erfahrung in diesem Bereich: In Mexiko wird eine Vielzahl internationaler Automobilmarken zusammengebaut. Vor Kurzem haben wir den Botschafter Mexikos getroffen und über gemeinsame Interessen gesprochen, wir kommen in dieser Richtung voran.

Arabische Länder beginnen erst jetzt, den russischen Markt zu erschließen. Für sie ist das Thema der Lebensmittelversorgung relevant, sie sind an der Produktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen interessiert. Wir beginnen gerade eine Kooperation und einen Austausch zu diesem Thema. Unsere Investoren aus Nischnij Nowgorod sind zum Teil aber bereits in arabischen Ländern tätig, eine Firma beispielsweise in Dubai.

Ein weiterer wichtiger Partner für die Zukunft ist China. In diesem Jahr wollen wir ein Abkommen zu einem ersten gemeinsamen Projekt mit den Chinesen unterzeichnen, dabei geht es um eine Reparaturfabrik für Eisenbahnwaggons. Mit chinesischen Delegationen führt unsere Region sehr aktiv Gespräche, das ist ein guter, aussichtsreicher Partner in unterschiedlichen Bereichen. Ein Mittel, das der Region hilft, ausländische Investoren anzulocken, ist das jährliche Geschäftstreffen in Nischnij Nowgorod. In diesem Jahr war es Investitionen in die Infrastruktur gewidmet. Die Region ist an großen Projekten interessiert, eines von ihnen ist der Bau einer Schnellstrecke von Moskau nach Kasan, die durch die Region verlaufen soll.

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