Sotschi-Investitionsforum: Kamtschatka lockt mit Gold und Tourismus

Italienische, französische, chinesische und koreanische Investoren bekunden Interesse an der Region Kamtschatka, die größte der östlichen Regionen Russlands. Weshalb, erklärte der Generaldirektor der Gesellschaft für die Entwicklung der Region Kamtschatka Nikolaj Pegin auf dem Internationalen Investitionsforum in Sotschi gegenüber RBTH.

Bild: Natalja Michajlenko

Für unsere ausländischen Partner ist Kamtschatka ein komplett unbekanntes Gebiet, was Investitionen angeht. Doch in letzter Zeit regt sich gewisses Interesse, viele wollen in unsere Region kommen, um zu sehen, ob man bei uns investieren kann. Heute ist der Fischfang am interessantesten für Geschäftsleute. Die Regierung der Region Kamtschatka gibt aber auch hier neue Impulse; da ist die Fischzucht, Aquakulturen und die Muschelzucht zu nennen – hier treten insbesondere chinesische und

Der Generaldirektor der Gesellschaft für

die Entwicklung der Region Kamtschatka

Nikolaj Pegin. Foto: RBTH

koreanische Investoren auf den Plan. Und Kamtschatka ist heute ein Gebiet, das für Investitionen zu empfehlen ist. Wir sollten auch nicht eine andere Einnahmequelle vergessen: den Tourismus. Dieses Gebiet ist so umfänglich für Investitionen, dass hier alle Platz finden, sowohl für große Spieler, die in Skiressorts investieren können, als auch für kleine und mittlere Betriebe.

Im Bereich des Tourismus gibt es bereits ein Abkommen mit französischen Gesellschaften, die ihre Erfahrung aus den Alpen mitbringen. Mit weiteren französischen und italienischen Unternehmen befindet man sich in Verhandlungen. Perspektiven bietet laut Nikolaj Pegin der Rohstoffsektor. Kamtschatka ist reich an Goldreserven. Doch für dessen Förderung muss man große Gesellschaften heranlocken oder Unternehmen in Form einer staatlich-privaten Partnerschaft gründen, bei der der Staat sich um Infrastrukturmaßnahmen kümmert. Ein weiterer viel versprechender Bereich ist die landwirtschaftliche Produktion. Noch vor 20 bis 25 Jahren lieferte die Region Kamtschatka Weißkohl, Kartoffeln und Möhren in nördliche Regionen, erinnert sich Pegin. Heute muss man diese Landwirtschaft erst wieder aufbauen. Die Regierung der Region hat hierzu interessante Projekte zur Entwicklung der Landwirtschaft, nicht nur beim Gemüseanbau, sondern auch in der Geflügelzucht, initiiert.

Die Regierung der Region hat bereits eine Liste mit Vergünstigungen für Investoren zusammengestellt. Außerdem will man auf dem Gebiet der Region eine Sonderwirtschaftszone gründen, im Rahmen derer die Vergünstigungen der Region sich noch stärker bemerkbar machen.

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