Oleg Beloserow wird neuer Präsident der Russischen Eisenbahngesellschaft

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedjew (L) spricht mit dem neuen Chef der russischen Bahn Oleg Beloserow.

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedjew (L) spricht mit dem neuen Chef der russischen Bahn Oleg Beloserow.

Jekaterina Schtukina/TASS
Oleg Beloserow ist der neue Präsident der Russischen Eisenbahngesellschaft. Der 45-Jährige war zuvor stellvertretender Verkehrsminister und gilt als ausgewiesener Experte. Beloserow war unter anderem maßgeblich beteiligt an der Lösung der Verkehrsprobleme der Olympiastadt Sotschi.

Oleg Beloserow, bisher Vorstandsmitglied der russischen Bahngesellschaft und stellvertretender Verkehrsminister, wurde zum neuen Präsidenten der Staatlichen Russischen Eisenbahngesellschaft (RZhD) ernannt. Seine Ernennung wurde am Donnerstag durch Ministerpräsident Dmitri Medwedjew bekanntgegeben. Beloserow kündigte an, die Effizienz der Gesellschaft weiter steigern zu wollen. Ministerpräsident Medwedew habe ihn gebeten, vor dem Hintergrund der schwierigen Wirtschaftslage in Russland besondere Aufmerksamkeit auf die Themen Finanzen und Investitionen zu richten.

Medwedjew sprach von Kritik, die es an den Angeboten im Personenverkehr gegeben habe:  „Es gibt Unzufriedenheit, wenn Strecken eingestellt werden. Doch die Bahngesellschaft muss kostendeckend arbeiten, sie sollte keine Verluste machen und Ressourcen für die weitere Entwicklung haben“, sagte der Ministerpräsident.     

Der 45-jährige Beloserow wurde in Ventspils in Lettland geboren. Dem Vorstand der Eisenbahngesellschaft gehört er bereits seit April 2014 an. Seit 2009 arbeitete er im russischen Verkehrsministerium. Zuletzt bekleidete er das Amt des stellvertretenden Verkehrsministers und beschäftigte sich mit dem Entwicklungsprogramm für das Verkehrssystem des Landes, das im April 2014 von Ministerpräsidenten Medwedew verabschiedet wurde. Dafür stehen bis zum Jahr 2020 Finanzmittel von rund 164 Milliarden Euro zur Verfügung, von denen 91 Milliarden Euro aus dem russischen Staatshaushalt bereitgestellt werden sollen. Beloserow leitete zudem eine staatliche Behörde, die für die Sanierung und Verwaltung des russischen Straßensystems zuständig ist. Er war maßgeblich verantwortlich für das Verkehrskonzept zu den Olympischen Spielen in Sotschi. Unter seiner Leitung wurde eine wichtige Verkehrsader gebaut, die die Olympiastadt von enormen Staus befreien konnte. 

Beloserows Vorgänger Wladimir Yakunin gab sein Amt ab. Er wechselt auf einen Posten im Föderationsrat der Russischen Föderation.

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