„30 unter 30“: Die Millionäre von morgen

Diese sechs jungen Russen haben es schon weit gebracht.

Diese sechs jungen Russen haben es schon weit gebracht.

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Das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin „Forbes“ veröffentlicht jedes Jahr seine „30 unter 30“-Rankings, in denen in mehreren Kategorien erfolgreiche Jungunternehmer vorgestellt werden. Unter den aussichtsreichsten Kandidaten sind auch sechs kreative Russen aus dem Tech-Bereich.

Dmitri Aksjonow, 23 Jahre, Digital Genious

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Digital Genious ist eine Plattform, die künstliche Intelligenz nutzt, um vollautomatisierte Dialoge zu führen, etwa im Beriech der Kundenbetreuung. Dabei gelingt es den Eindruck zu erwecken, dass der Gesprächspartner real sei. Digital-Genious-Gründer Dmitri Aksjonow war schon als Kind fasziniert von künstlicher Intelligenz und Robotertechnik. Er überzeugte seine Eltern, ihn auf eine Schule in London zu schicken, wo er seine Leidenschaft seiner Meinung nach besser ausleben konnte. Aksjonow studierte zudem in Großbritannien und gründete noch während des Studiums Digital Genious.

Alexander Debelow, 27 Jahre, Virool

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Alexander Debelow wurde in Rostow am Don geboren. Noch während seiner Schulzeit zog er in die USA. Er besuchte das Babson College, eine Schmiede für angehende Jungunternehmer. In Kalifornien lernte er Steve Wozniak kennen und gründete mit ihm 2012 Virool, eine der aktuell weltweit größten Video-Plattformen mit mehr als 30 000 Nutzern. Debelow beschäftigt inzwischen über 100 Mitarbeiter.

Ewgenija Kujda, 29 Jahre, Luka

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Ewgenija Kujda ist eine ehemalige Moskauer Journalistin und Restaurantkritikerin. Sie hat die App „Luka“ entwickelt, die Restaurantempfehlungen in Form eines Chats gibt. Dabei werden Vorlieben und Erfahrungen des Nutzers berücksichtigt. „Luka“ wurde ursprünglich in und für Russland entwickelt und ging im Frühjahr 2015 an den Start. Aktuell sind zudem Empfehlungen für über 2 000 Lokalitäten in der Bay Area von San Francisco verfügbar. 

Ilja Satschkow, 29 Jahre, Group IB

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Ilja Satschkow beschäftigte sich bereits in der Schule mit dem Thema Informationssicherheit. Das von ihm gegründete Unternehmen Group IB gehört inzwischen zu den führenden international tätigen Unternehmen, die sich mit der Aufdeckung und Verhinderung von Cyberkriminalität befassen. Group IB entwickelt Softwarelösungen, um Cyberbedrohungen zu überwachen, erkennen und abzuwehren.

Dmitri Samojlowskich, 28 Jahre, Tesla Amazing

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Tesla Amazing wurde im Januar 2015 gegründet. Magnetic heißt das von Dmitri Samojlowskich entwickelte erste Produkt des Unternehmens: ein Notizzettel, der an jeder trockenen Fläche haftet. Statt Klebstoff kommt eine patentierte elektrostatische Folie zum Einsatz. Der Erfolg kam mit einer Kickstarter-Kampagne. Inzwischen arbeitet Tesla Amazing im Vertrieb exklusiv mit einem der größten Händler der USA im Bereich Büroausstattung zusammen.

Oleg Kiwokurzew, 24 Jahre, Promobot

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Als Student der Polytechnischen Universität Perm konstruierte Oleg Kiwokurzew bereits einen Schneepflug. 2013 kam sein Durchbruch mit Promobot, einem Roboter für den Einzelhandel. Promobot steht den Kunden beim Einkauf hilfreich zur Seite. Der kleine Roboter hat es mittlerweile bis nach China geschafft, wo er in Schanghai in einem Bürokomplex eingesetzt werden soll. Gebaut werden die Roboter in Perm. Kiwokurzew berichtet, dass seine Roboter unter anderem fließend Englisch sprechen – sie kennen 70 000 Wörter. Promobot verwendet Spracherkennungstools von Google. Für den Einsatz in China wird der Roboter nun aber wohl auch Chinesisch lernen müssen. 

Das Geschäft ohne Rosen

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