Ranking der Schwellenländer: Russland überholt China

Laut dem Experten sei die Verbesserung Russlands vom 51. auf den 40. Platz im Weltbank-Ranking „Doing Business“ Ende 2016 ein Zeichen für ein besseres Geschäftsklima.

Laut dem Experten sei die Verbesserung Russlands vom 51. auf den 40. Platz im Weltbank-Ranking „Doing Business“ Ende 2016 ein Zeichen für ein besseres Geschäftsklima.

Artem Zhitenev/RIA Novosti
Nach Südkorea gilt Russland laut einem Bericht der Bank of America als der stabilste Schwellenmarkt. Insbesondere die stabilen Steuereinnahmen und die geringe Staatsverschuldung seien ausschlaggebend für das gute Ergebnis, hieß es.

Russland belegt den zweiten Platz in ihrem Ranking der stabilsten Schwellenmärkte, teilte die Bank of America Merrill Lynch in einem Bericht Mitte Dezember mit. In Führung liege Südkorea, China und Indien habe Russland jedoch hinter sich lassen können, berichtet die Nachrichtenagentur „Bloomberg“.  

Dem Ranking liegt ein breites Spektrum an Indikatoren zugrunde, die Aussagen über die finanzielle Stabilität erlauben: unter anderem das wirtschaftliche Wachstumstempo, die Inflationsrate, Steuereinnahmen. Russland zeige zwar ein schwaches wirtschaftliches Wachstum, aber die Haushaltseinnahmen und die Schuldenlast gehörten zu den stabilsten weltweit, so die Bank. „China gehört immer noch zu den Top Fünf, was das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts angeht. Die Indikatoren der privaten und staatlichen Verschuldung, laufende Transaktionen sowie die Rückstellungen sind aber schwächer geworden“, kommentierte David Hauner, Stratege der Bank of America.

Laut dem Experten sei die Verbesserung Russlands vom 51. auf den 40. Platz im Weltbank-Ranking „Doing Business“ Ende 2016 ein Zeichen für ein besseres Geschäftsklima. „Das ist ein signifikanter Erfolg für russische Geschäftskreise und die Wirtschaft im Allgemeinen“, sagt auch Timur Nigmatullin vom Finanzdienstleister Finam. „Die Platzierung übertrifft die Ergebnisse anderer BRICS-Staaten, bleibt aber immer noch weit entfernt von den Ergebnissen der wirtschaftlich stabilsten Länder.“ Laut Nigmatullin gehöre Russland bei der Anzahl der Reformen zu den führenden Ländern. Dies habe natürlich Auswirkungen auf die Platzierung im weltweiten Vergleich. Das gute Ergebnis könne sich positiv auf Investitionen ins Anlagevermögen auswirken. Dies könne den Rückgang der Investitionen wegen der politischen Spannungen mit dem Westen ausgleichen.

Russlands Wirtschaft 2017

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