Russin revolutioniert die Landwirtschaft: mit selbstfahrenden Traktoren

Russlands erste autonome Agrarmaschine

Russlands erste autonome Agrarmaschine

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Die russische Unternehmerin Olga Uskowa verwirklichte ihren Traum: Letzte Woche rollte ihr erster selbstfahrender Traktor vom Band.

Russlands erste autonome Feldmaschine / PressebildRusslands erste autonome Feldmaschine / Pressebild

Als Kind der Sowjetunion wurde sie schon in jungen Jahren von den Filmen inspiriert, in denen futuristische Maschinen ohne menschliche Arbeite die Felder bestellten. Im 21. Jahrhundert dann schafft sie den Durchbruch in der männlich beherrschten IT-Branche: Mit ihrer Firma „Cognitive Technologies“ ist sie nun Pionier und Experte für fahrerlose Technik.

Mitte August wurde Uskowas Kindertraum war: Ihr erster selbstfahrender russische Traktor wurde in der südrussischen Region Rostow getestet. „Wir haben über fünf Jahre an diesem Projekt gearbeitet und nun hervorragende Ergebnisse erreicht“, sagt sie stolz.

Fahrerlose sind bereits weit verbreitet in der Welt: Allein die Agrartechnikfirma John Deere hat bislang schon über 200.000 autonome Traktoren in die Welt hinaus geliefert. Aber Uskowas russischer Drohnen-Traktor ist anders, sagt die Firmenchefin: Er verfügt über eine eigene Videokamera sowie Scan-Apparaturen, um die Feldgrenzen erfassen zu können.

Olga Uskowa / PrivatarchivOlga Uskowa / Privatarchiv

„Wir können auch ein erweitertes Computersystem einbauen, welches es ermöglicht, mit einer Kamera dieselben Resultate zu bekommen wie führende Maschinenfirmen mit drei oder vier Sensoren. Infolgedessen sind die Nutzungskosten bei unserer Technik drei bis vier Mal niedriger“, so Uskowa. Nun hofft sie, mit ihren Maschinen auf den internationalen Markt zu gelangen und jenen zu revolutionieren.

Wie in Uskowas Lieblingsfilm “Es geschah in Penkowo” brauchen ihre Maschinen aber dennoch noch einen Fahrer. Dieser muss die Maschinen kontrollieren. Aber das AI-System befreit die Bauern von den meisten Aufgaben, sodass diese sich dann auf das Tempo und den Winkel konzentrieren können. Dies wiederum macht die Arbeit bedeutend effizienter. Das System führt die Maschine entlang der Feldränder und signalisiert Arbeitsbereitschaft.

Die Testphase soll noch bis Sommerende abgeschlossen sein. Dann sollen die Drohnen-Traktoren schon in Serienproduktion gehen. „Die russischen Traktoren mit Selbstfahrtechnologie sind absolut konkurrenzfähig mit jenen der weltweit führenden Firmen“, ist Uskowa überzeugt. „Wir rechnen mit der Produktion bis 2023-24.“

Uskowas Firma „Cognitive Technologies“ kooperiert dazu mit dem staatlichen Kamaz-Unternehmen. Gemeinsam wollen sie den ersten Drohnen-Traktor schon bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 fertigstellen.

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