Geschichte Tag für Tag: 18. August

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In der Rubrik "Geschichte Tag für Tag" können Sie sich gemeinsam mit RBTH an besondere historische Ereignisse mit und um Russland herum erinnern.

"Eroberer des Weltalls" von Alexander Deineka / RIA Novosti"Eroberer des Weltalls" von Alexander Deineka / RIA Novosti

18. August 1976:

Auf dem Mond landet die unbemannte sowjetische Raumsonde Luna 24. Und sie kehrte am 22. August wieder wohlbehalten zurück auf die Erde.

Luna ist russisch für „Mond“.

Das Luna-Programm begann 1957 und umfasste insgesamt 21 Sonden. Bis zum Erfolg mit der Nummer 24 sind viele dieser Sondenstarts schiefgelaufen. Einige fehlgeschlagene Luna-Missionen Sputnik- oder Kosmos-Decknamen. Erreichten die Sonden nicht einmal die Erdumlaufbahn, erhielten keine offizielle Bezeichnung. 

Das Programm sollte nach der Einstellung Ende der 70er Jahre übrigens wieder aufgenommen werden: BBC und der Spiegel berichteten 2015 von den Plänen Russlands, noch bis 2020 mit der Mission Luna 27 auch bemannte Flüge zum Mond vorbereitet werden könnten. Sollte bis dahin festgestellt werden, dass es auf dem Mond nutzbares Wasser und Rohstoffe gibt, um Sauerstoff und Kraftstoff zu produzieren könnten bald auch Menschen für längere Zeit den blauen Planeten verlassen.

18. August 1815:

Am 6. August nach julianischem Kalender, also 18. August nach heutiger Zeitrechnung, wird in Sankt Petersburg in einer deutsch-baltischen Familie Alexander Theodor von Middendorff geboren.

An der Universität Kiew wird er Professor für Zoologie. Dann reiste er zu Forschungen nach Lappland. Weitere Expeditionen folgen im Auftrag der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN):

Zwischen 1842 und 1845 beispielsweise in den hohen Norden von Sibirien zur Halbinsel Taimyr, an die Küste des Ochotskischen Meeres und den Oberlauf des Amur. Es entstand das Werk Reise in den äußersten Norden und Osten Sibiriens während der Jahre 1843 und 1844 (4 Bde. Sankt Petersburg, 1848–1875).

1860 reiste er mit dem Großfürsten Wladimir  nach Sibirien und erforschte die Barabasteppe im westsibirischen Tiefland zwischen Ob und Irtysch.

1867 besuchte er Island und Nowaja Semlja. 1868 wurde er korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften und volles der St. Petersburger Akademie der Wissenschaften. Er beschäftigte sich weiter vor allem mit dem Vogelzug. Mehrere Vogelarten tragen bis heute seinen Namen: zum Beispiel der Middendorff-Laubsänger (Phylloscopus plumbeitarsus), die Middendorff-Saatgans (Anser fabalis middendorffii) und der von ihm selbst beschriebene Middendorff-Schwirl (Locustella ochotensis).

18. August 1782:

Russlands nördliche Hauptstadt bekommt sein wohl berühmtestes Denkmal Peter des Großen: Auf dem Senatsplatz am Newa-Ufer wird „Der eherne Reiter“ von dem französischen Bildhauer Etienne-Maurice Falconet offiziell eingeweiht. In Auftrag gegeben hatte das Werk Zarin Katharina die Große, die sich damit sicher auch selbst ein Denkmal setzen wollte.

Die Inschrift ist in Latein und Russisch verfasst.

Petro PrimoCatharina SecundaMDCCLXXXII

Петру ПервомуЕкатерина ВтораяЛѣта 1782

Deutsch: Peter dem Ersten / Katharina die Zweite /1782

Alexander Puschkin widmete dem Standbild eines seiner berühmtesten Gedichte: "Der eherne Reiter". Hier in der Vollfassunf, aber auf Russisch: "МЕДНЫЙ ВСАДНИК".

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