ISS: Gennadij Padalka und Michail Kornijenko gehen hinaus in den offenen Kosmos

Rosmosmos
Russische Kosmonauten öffneten am 10. August die Luke des Kopplungsadapters „Pirs“ der Internationalen Raumstation.

Russische Kosmonauten Gennadij Padalka und Michail Kornijenko  öffneten am 10. August die Luke des Kopplungsadapters „Pirs“ der Internationalen Raumstation. Als Erste in diesem Jahr gingen sie hinaus in den offenen Kosmos.

Die Dauer der Arbeiten im offenen Kosmos betrug ungefähr 6 Stunden und 30 Minuten. Dies ist schon der 41. Außenbordeinsatz im russischen Programm der ISS und der 48. Außenbordeinsatz im russischen Segment, inklusive außerplanmäßiger. An Bord der Station unterstützten die übrigen Mitglieder der Besatzung  – der Russe Oleg Kononenko, Scott Kelly und Kjell Lindgren aus den USA, sowie Kimiya Yui aus Japan.

Vor dem Ausstieg aus dem Kopplungsadapter befestigten Padalka und Kornijenko einen speziellen Schutzring, der ein Zuklappen der Luke verhindert.

Unter den Hauptaufgaben, welche die Kosmonauten außerhalb des Raumfahrzeugs verrichten sollten, befand sich die Demontage einer der Sensoren für die russische Forschungsarbeit „Obstanowka“. Sie zielt auf die Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Sonne und Erde und auf die Beobachtung des Einflusses von elektromagnetischen Polen auf Technik und lebendige Organismen.  

Die Kosmonauten sammelten Proben aus Solarbatterien und fotografierten die wissenschaftliche Anlage Expose-R. Dieses Experiment der Europäischen Weltraumorganisation besteht aus der Belichtung von Beispielen organischer und biologischer Materialien an der äußeren Oberfläche der Station unter den Bedingungen des offenen Weltraums.

Außerdem befestigten die Kosmonauten weiche Haltebügel an dem Navigationsmodul „Swesda“ und Elemente zur Abstützung der Funkstreckenantennen zwischen denRaumfahrzeugen.  

Padalka und Kornijenko schlüpften auch in die Rolle von Putzkräften und säuberten die Illuminatoren auf der ISS. Die Kosmonauten sind nicht zum ersten Mal außerhalb eines Raumfahrzeugs. Auf die Rechnung von Gennadij Padalka gehen acht Außenbordeinsätze von mehr als 33 Stunden Dauer. 

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