Wasser auf dem Mars: Nun beginnt die Suche nach Leben

Die dunklen Streifen auf der Marsoberfläche wurden von hoch salzhaltigen Wasserströmen hinterlassen.

Die dunklen Streifen auf der Marsoberfläche wurden von hoch salzhaltigen Wasserströmen hinterlassen.

Shutter Stock/Legion Media
Ein russisches Messgerät hilft bei der Suche nach Wasser auf dem roten Planeten. Ob es tatsächlich einmal Leben auf dem Planeten gegeben hat, bleibt offen.

An diesem Montag verbreitete die Nasa eine sensationelle Nachricht: Die dunklen Streifen auf der Marsoberfläche wurden von hoch salzhaltigen Wasserströmen hinterlassen. Der Mars-Rover Curiosity sucht weiterhin nach Lebenszeichen auf dem roten Planeten, auch mithilfe des russischen Messgerätes Dan.

„Das Messgerät ist an Bord des Curiosity verbaut und sendet Daten über den Wassergehalt in der Oberfläche des Planeten“, erklärte Igor Mitrofanow, Leiter der Abteilung für planetare Kernforschung am russischen Raumforschungsinstitut.

Das Gerät wurde am Duchow-Institut für Automatik entwickelt – einem angesehenen wissenschaftlichen Zentrum für Nuklearforschung in Russland. Der Impulsneutronengenerator, der den Kern des Dan-Gerätes bildet, ist einzigartig. Er ermöglicht es den Wissenschaftlern, den Wassergehalt in der Planetenoberfläche auf der Strecke des Mars-Rovers zu messen. So können gezielt jene Regionen des Planeten identifiziert werden, die bei der Suche nach Lebenszeichen relevant sind.

Wasserdampf in der Atmosphäre des Planeten wurde bereits Ende des letzten Jahrhunderts entdeckt. Später fand man Eis an den Polen des Mars. Jüngste Erkenntnisse der Raumforschung zeigen, dass die prähistorische Marsoberfläche der frühen Erdoberfläche ähneln könnte. Vor drei Milliarden Jahren gab es auf dem Roten Planeten Flüsse, Seen und eine relativ dichte Atmosphäre. Um die gleiche Zeit keimte auf der Erde bereits das Leben. Ob dies auch auf dem Mars der Fall war? Diese Frage bleibt bis zum heutigen Tag offen.

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