Russland patentiert bislang wirkungsvollste Ebola-Impfstoffe

A health worker demonstrates putting on protective gear in a Red Cross facility in the town of Koidu, Kono district in Eastern Sierra Leone December 18, 2014.Sierra Leone, neighbouring Guinea and Liberia are at the heart of the world's worst recorded outbreak of Ebola. Rates of infection are rising fastest in Sierra Leone, which now accounts for more than half of the 18,603 confirmed cases of the virus.

A health worker demonstrates putting on protective gear in a Red Cross facility in the town of Koidu, Kono district in Eastern Sierra Leone December 18, 2014.Sierra Leone, neighbouring Guinea and Liberia are at the heart of the world's worst recorded outbreak of Ebola. Rates of infection are rising fastest in Sierra Leone, which now accounts for more than half of the 18,603 confirmed cases of the virus.

Reuters
Einer davon soll auch für Menschen mit einer HIV-Infektion geeignet sein.

In Russland sind zwei Impfstoffe gegen das Ebola-Fieber patentiert worden, wie der russische Präsident Wladimir Putin auf einer Regierungssitzung bekannt gab. Am hochgefährlichen Ebola-Virus waren 2014 Tausende Menschen in Westafrika gestorben. Putin zufolge zeigen die neuen Vakzine eine „höhere Effizienz als die Medikamente, die bis jetzt weltweit genutzt werden“.

Gesundheitsministerin Weronika Skworzowa ergänzte, einer der patentierten Impfstoffe sei auch bei Menschen mit einer HIV-Infektion wirksam. Skworzowa behauptet, dass „wir bei allen Geimpften eine hundertprozentige Virusneutralisierung bei einer sehr geringen Konzentration des Vakzins haben“. RBTH liegt bislang noch keine unabhängige Bestätigung der Patentierung des Impfstoffs vor.

Nachdem die Weltgesundheitsorganisation 2014 in drei Ländern Westafrikas – Liberia, Sierra Leone und Guinea – den Ausbruch einer Ebola-Epidemie registrierte, entschied Russland, das sowjetisch-guineische Labor für die Untersuchung tropischer Fieber wiederzueröffnen, und stellte rund 80 Millionen US-Dollar für die Entwicklung eines Impfstoffs und für die Unterstützung im Kampf gegen die Epidemie in Guinea bereit.

Im Rahmen dieser Hilfen wurde eine Gruppe von Epidemiologen und Virologen mit einem mobilen Labor, untergebracht in einem Lkw vom Typ Kamas, nach Guinea geschickt. Bereits im September 2014 wurde bekannt, dass Russland ab Frühjahr 2015 einige Varianten des Impfstoffs an Menschen testen wolle. Insgesamt sind seit Ausbruch des Ebola-Virus im Februar 2014 mehr als 28 000 Menschen erkrankt, mehr als 11 000 kamen ums Leben.

Ebola-Epidemie in Russland unwahrscheinlich

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