Krim: Moskau wirft Kiew versuchte Sabotage vor

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB gab bekannt, Saboteure verhaftet zu haben, die Anschläge auf der Krim vorbereitet hätten. Sie sollen vom ukrainischen Verteidigungsministerium beauftragt worden sein. Kiew bestreitet die Vorwürfe.
Crimea
Kiew soll Saboteure auf die Halbinsel geschickt haben. Quelle:Andrey Iglov/RIA Novosti

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB wirft der Ukraine vor, Terroranschläge auf der Krim vorbereitet zu haben. Wie er gestern bekannt gab, sollen ukrainische Spezialeinheiten bereits in der Nacht auf Montag auf die Krim eingedrungen sein. „Währenddessen wurde vom Nachbarland aus geschossen und Panzer der ukrainischen Armee rollten“, behauptet der FSB.

Das Ziel dieses „Sabotageakts“ sei dem Geheimdienst zufolge gewesen, im Vorfeld der lokalen und föderalen Wahlen im September die Lage auf der Krim zu destabilisieren. Bei Zusammenstößen soll ein Mitarbeiter des FSB getötet worden sein.

„Es wurden 20 selbst gebaute Sprengsätze mit über 40 Kilogramm TNT (Trinitrotoluol), Waffen und verschiedene Zünder, Splitterbomben und Magnetminen, Handgranaten sowie spezielle Waffen der ukrainischen Spezialkräfte gefunden“, berichtete der FSB.

Nach Angaben des Geheimdienstes wurden ukrainische als auch russische Staatsangehörige, die als Agenten des ukrainischen Verteidigungsministeriums an der versuchten Sabotage beteiligt gewesen sein sollen, festgenommen. Sie legten derzeit Geständnisse ab. Unter ihnen befinde sich auch der mutmaßliche Drahtzieher. 

Kiew wies die Vorwürfe entschieden zurück: „Die Ukraine erobert ihr Territorium nicht mit militärischen Mitteln zurück und wird das auch nicht tun“, erklärte Juri Tandit, Berater des Leiters des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte eine Quelle aus dem Verteidigungsministerium der Ukraine mit den Worten, es handle sich bei der Meldung des FSB um eine „Falschinformation“.

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