VW in Russland: Produktion um neun Prozent gestiegen

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2016 produzierte die Volkswagen Group Rus über 147 000 Fahrzeuge in Russland. Das entspricht rund neun Prozent mehr als im Jahr 2015, in dem 135 000 Pkw vom Band rollten. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Statistikdienstes Autostat hervor.

Zusätzlich zu den insgesamt 110 000 produzierten Wagen im Werk Kaluga wurden rund 37 000 Fahrzeuge im GAZ-Werk in Nischni Nowgorod montiert, berichtet der Wirtschaftsblog Ostexperte.de. In Kaluga, etwa 170 Kilometer südwestlich von Moskau, werden neben dem Volkswagen Polo und dem Škoda Rapid seit November die neuen Tiguan-SUVs angefertigt. Die maximale Produktionskapazität liegt bei 225 000 Fahrzeugen pro Jahr.

Im Werk Nischni Nowgorod, das eine Kapazität von 132.000 Pkw hat, werden in Kooperation mit dem russischen Autobauer GAZ derzeit die Modelle Škoda Yeti, Volkswagen Jetta und Škoda Octavia montiert. Die Fabrik befindet sich rund 500 Kilometer östlich von Moskau.

Ab März soll hier zudem der neue Škoda Octavia vom Band laufen. Zusammen haben die beiden Werke somit eine Produktionskapazität von 357.000 Einheiten.

VW Polo mit Verkaufsplus, Tiguan und Jetta mit roten Zahlen

Der Volkswagen Polo ist das mit Abstand beliebteste Modell auf dem russischen Markt: 2016 wurden etwa 47.700 Stück verkauft. Dies entspricht einem Plus von 5,1 Prozent. Der zweite Platz ging an den Tiguan SUV der ersten Generation mit 10.660 verkauften Einheiten (minus 19,1 Prozent). Auf dem dritten Platz folge der VW Jetta mit 7.721 verkauften Fahrzeugen (minus 33,9 Prozent).

Der deutsche Mutterunternehmen, die Volkswagen AG, geriet Anfang Februar in die Schlagzeilen. Konzernchef Matthias Müller wurde von Wladimir Putin in Moskau empfangen. Der russische Präsident soll dem deutschen Autobauer Unterstützung angeboten haben.

Vor allem in Zeiten sinkender Nachfrage und rückläufiger Verkaufszahlen soll das Russlandgeschäft von Volkswagen weiterentwickelt werden, so Putin. „Wir sind erfreut, dass ihr Geschäft im Großen und Ganzen gut läuft, obgleich wir verstehen, dass es gewisse Schwierigkeiten gibt“, soll er geäußert haben.

Dieser Beitrag erschein zuerst bei Ostexperte.de.