Geschichte Tag für Tag: 2. November

Russische Streitkräfte im Ersten Weltkrieg

Russische Streitkräfte im Ersten Weltkrieg

George H. Mewes/Wikipedia
Unser täglicher Geschichtsrückblick zeigt Ihnen, was am heutigen Tag in der Geschichte Russlands und der Welt vor sich ging.

2016: Ende eines Clowns

Auf großer Russland-Tour stirbt im südrussischen Rostow am Don Oleg Popow, der wohl berühmteste russisch-sowjetische Komiker, Clown, Regisseur und Schauspieler.

Seit 1991 hatte Popow mit seiner Frau, ebenfalls einer Dame aus dem Zirkus, im süddeutschen Egloffstein gelebt. Begraben wurde er auf seinen eigenen Wunsch hin in seiner neuen Wahlheimat.

1914: Krieg dem Osmanischen Reich

Das russische Reich unterstützte während des Ersten Weltkriegs Anfang des 20. Jahrhunderts die proslawischen Bewegungen auf dem Balkan. So kam es zum Konflikt mit dem Osmanischen Reich, welches ebenfalls strategisches Interesse in der Region anmeldete. Und so standen sich die beiden Großmächte, die keine 100 Jahre zuvor, von 1856 bis 1877 schon um den Zugang zum Schwarzen Meer konkurriert hatten, wieder einmal als Kriegsgegner gegenüber.

Dieser Konflikt gipfelte 1914 darin, dass Russland sogar slawische Bewegung auf osmanischem Territorium unterstützte. Ein solches Beispiel ist Serbien. Die britischen und französischen Alliierten ermutigten Nikolai II. dann auch noch dazu, Konstantinopel zu besetzen, um dem Bund mehr Einfluss auf das Mittelmeer zu sichern.

Mit der Kriegserklärung an die Türken, stand Russland dann natürlich auch den übrigen Staaten des Vierbunds gegenüber: Deutschland, Österreich-Ungarn und Bulgarien.

Postkarte aus Zeiten des Ersten Weltkriegs: Preußen, Österreich-Ungarn, Ottomanen und Bulgarien - Parole des Vierbundes

Und obwohl der Erste Weltkrieg für Russland mehr als tragisch verlief und gleichzeitig auch noch die revolutionären Bewegungen im Inland anheizte, konnte das Zarenreich doch einige militärische Erfolge verbuchen: So erreichten russische Truppen 1916 sogar die heute türkische Stadt Erzincan.

Der Konflikt mit den Osmanen beendete erst der Frieden von Brest-Litowsk und Russlands Ausstieg aus dem Ersten Weltkrieg. Der Streitpunkt an sich jedoch ist weiter aktuell: So wurden Aserbaidschan und Armenien sicher auch darum Teilrepubliken der Sowjetunion, um sich vor türkischen Invasionen zu schützen. Und die Rolle Russlands in den Balkanstaaten spielt auch vor dem Hintergrund der neuen EU-Mitgliedsländer in der Region immer wieder eine große Rolle im Diskurs um West und Ost.

Russische Streitkräfte im Ersten Weltkrieg

1721: Russlands Zar wird Imperator

Der russische Zar Peter I. lässt sich in der neu entstandenen Hauptstadt Sankt Petersburg zum Imperator ausrufen und begründet damit das russische Kaiserreich, das bis zur Abdankung des Zaren Nikolai II. 1917 bestehen sollte – fast 200 Jahre lang.

Porträt Peters I. von Carel de Moor (1717)

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