12 sowjetische Frauen, die maßgeblich zum Sieg über den Nationalsozialismus beitrugen

P. Smirnow / wikipedia/Sputnik
Sowjetische Frauen zeigten im Zweiten Weltkriegs oft nicht weniger Heldentum als Männer und kämpften mutig als Pilotinnen, Panzerfahrerinnen, Scharfschützinnen oder Partisaninnen. Neunzig Frauen wurden mit dem höchsten militärischen Preis, dem Helden der Sowjetunion, für ihren Beitrag zum Sieg ausgezeichnet. Wir stellen Ihnen 12 vor.

Lidija Litwjak

Mit 12 Luftsiegen war die Kampfpilotin Lidija Litwjak die größte weibliche Heldin nicht nur des Zweiten Weltkriegs, sondern aller Zeiten. Sie wurde am 1. August 1943 im Einsatz getötet, als sie gerade einmal 21 Jahre alt war.

Jekaterina Budanowa

Jekaterina Budanova war das weibliche Ass Nummer zwei und eine Freundin von Lidija Litwjak. Sie ist mit elf Siegen in die Geschichte eingegangen. Aber auch Budanowa sollte das Ende des Krieges nie sehen. Sie kam ebenfalls 1943 ums Leben, im Alter von 26 Jahren.

Maria Oktjabrskaja

Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges verkaufte Maria Oktjabrskaja all ihren Besitzt, um einen Panzer für den Krieg zu spenden. Sie taufte den Panzer "kämpfende Freundin" und erhielt von Stalin die persönliche Erlaubnis, ihren Panzer als Fahrermechanikerin zu begleiten - als erste Frau auf der Welt. 1944 jedoch wurde sie in Nordbelarus tödlich verwundet, als sie 38 Jahre alt war.

Soja Kosmodemjanskaja

Die erste Frau, die als Heldin der Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges ausgezeichnet wurde, war Soja Kosmodemjanskaja, die als Saboteurin im deutschen Hinterland agierte. Sie wurde am 21. November 1941, als sie erst 18 Jahre alt war, gefasst, gefoltert und gehängt. Bis heute ist sie eines der beliebtesten Symbole des sowjetischen Widerstands gegen den Einmarsch der Nazis.

Natalja Meklin

Natalja Meklin war eine Linkskommandantin im berühmten 46. Nachtwächterregiment, das weithin als "Nachthexen" bekannt ist. Sie absolvierte 980 Kampfeinsätze. Sie überlebte den Krieg und starb 2005 im Alter von 82 Jahren.

Ljudmila Pawlitschenko

Ljudmila Pawlitschenko werden 309 getötete Nazis zugeschrieben. Sie gilt nicht nur als Scharfschützin Nummer eins, sondern auch als einer der besten Scharfschützen überhaupt. 1942 besuchte sie die USA als Teil einer sowjetischen Delegation und traf Präsident Franklin Roosevelt. Sie starb 1974 im Alter von 58 Jahren.

Tatjana Makarowa

Auch sie war Linkskommandeurin bei den "Nachthexen": Tatjana Makarowa wurde jedoch am 25. August 1944 amim Himmel über Polen getötet. Da war sie 23 Jahre alt.

Alexandra Samusenko

Die Panzerfahrerin Alexandra Samusenko war T-34-Panzerkommandantin und die einzige stellvertretende Kommandantin desihres Panzerbataillons. Die 23-jährige Samusenko starb am 3. März 1945 an Wunden.

Rosa Schanina

Die sowjetische Scharfschützin Rosa Schanina war für ihre Talent berühmt, Dubletten herzustellen. Sie traf zwei Ziele mit zwei schnellen Schüssen. Bevor sie am 28. Januar 1945 im Alter von 20 Jahren getötet wurde, eliminierte sie 59 feindliche Soldaten und Offiziere.

Nina Petrowa

Die älteste weibliche Scharfschützin Nina Petrowa war 46 Jahre alt, als der Große Vaterländische Krieg begann. Sie schloss sich freiwillig der Armee an und schaffte es, 122 feindliche Soldaten während der gesamten Periode zu eliminieren. Sie starb bei einem Autounfall am Vorabend des Sieges: am 1. Mai 1945.

Helene Kullman

Die sowjetische Baltendeutsche Helene Kullman war eine Geheimdienstlerin, die auf dem Territorium des von den Nazis besetzten Estlands operierte. Sie wurde am 6. März 1943 im Alter von 23 Jahren gefangen und hingerichtet.

Aniela Krzywoń

Aniela Krzywoń war eine Privatperson im Unabhängigen Frauenbataillon "Emilia Plater" der Polnischen Volksarmee, die während des Krieges innerhalb der sowjetischen Truppen operierte. Am 12. Oktober 1943 starb die 18-Jährige bei der Rettung verwundeter Soldaten und wichtiger Dokumente aus einem brennenden Lastwagen nach einem Luftangriff. Sie ist die einzige polnische Frau, die als Heldin der Sowjetunion ausgezeichnet wurde.

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