Wir setzen die Geschichte der Kinder des letzten russischen Zaren fort. In diesem Teil geht es um die zweite Tochte von Nikolaus II. Sie wurde Tatjana genannt.
Hier können Sie über die erste Zarentochter, Olga, lesen.
Tatjana (1897-1918)
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Zwei Jahre nach Olga wurde eine zweite Tochter geboren. Das Zarenpaar war enttäuscht - sie erwarteten einen Erben, einen Sohn. Sie tauften das Mädchen auf den Namen Tatjana, ein für die Romanows seltener Name. Großfürst Konstantin Konstantinowitsch schrieb in sein Tagebuch - angeblich nach den Worten des Zaren selbst -, die Töchter Olga und Tatjana seien nach Puschkins „Eugen Onegin“ benannt.
„Dunkelhaarig, blass und mit großen Augen“ sah Tatjana ihrer Mutter sehr ähnlich - sie war genauso dünn und groß (ca. 175 cm).
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Ihr Charakter war äußerst zurückgenommen, und es war ihr sogar peinlich, mit „Eure Majestät“ angesprochen zu werden. Sie war nicht so jähzornig wie Olga und weniger offen und direkt als ihre ältere Schwester. Sie besaß auch nicht Olgas Begabung für Gelehrsamkeit und Künste, war aber sehr fleißig. Trotz ihrer Unterschiede standen sich die Schwestern sehr nahe und verbrachten viel Zeit miteinander.
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Im Sommer 1913 hatte Tatjana eine kurze Affäre mit Nikolai Rodionow, einem Offizier auf der kaiserlichen Jacht. Die Legende besagt, dass das Foto unten von Nikolaus II. selbst aufgenommen wurde, als er versuchte, die beiden zu versöhnen.
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Anfang 1914 äußerte der serbische König Peter I. den Wunsch, seinen Sohn Alexander mit einer der Töchter Nikolaus' II. zu verheiraten, und der Prinz wurde sogar mit Tatjana bekannt gemacht. Dem Fortgang der Heiratsverhandlungen kam jedoch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs dazwischen
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Wie Olga arbeitete auch Tatjana als Barmherzige Schwester und pflegte verwundete Offiziere. Und natürlich hatte die Großfürstin viele Bewunderer unter ihnen. Eine besondere Beziehung wurde ihr zu dem jungen Offizier Wladimir Kiknadse nachgesagt.
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Aus ihren Tagebüchern und Briefen geht jedoch hervor, dass sie in einen anderen Offizier verliebt war - in den Lanzenreiter Dmitri Malamu. Sogar die Zarin mochte ihn: Sie schrieb an Nikolaus II., dass er ein großartiger Schwiegersohn sein könnte, und beklagte sich darüber, dass ausländische Prinzen nicht so seien wie er.
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Malama kämpfte auch im Bürgerkrieg - gegen die Bolschewiki. Nachdem er von der Hinrichtung der Zarenfamilie erfahren hatte, suchte er verzweifelt den Tod und wurde 1919 von den Bolschewiki umgebracht.