10 Milliarden US-Dollar: Deutsche Bank in Russland unter Geldwäscheverdacht

Reuters
Die Deutsche Bank hat in ihrer russischen Niederlassung weitere fragwürdige Geschäfte entdeckt. Mittlerweile geht es um zehn Milliarden US-Dollar, die bei Transaktionen gewaschen worden sein sollen.

Nachdem die Deutsche Bank bereits im Oktober bei internen Untersuchungen in ihrer russischen Niederlassung verdächtige Transaktionen in Höhe von rund sechs Milliarden US-Dollar entdeckt hat, weitet sich die Affäre nun aus. Mittlerweile hat sich der Betrag auf zehn Milliarden US-Dollar erhöht.

Laut der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg wurde der Deutschen Bank in Russland im Dezember von der russischen Zentralbank ein Bußgeld in Höhe von nur umgerechnet 5 000 US-Dollar auferlegt, weil das Finanzinstitut gegen russische Vorschriften zur internen Kontrolle verstoßen habe. Es steht nun der Verdacht im Raum, dass die verdächtigen Geschäfte der Geldwäsche dienten. Die Deutsche Bank hielt sich bislang mit einer Stellungnahme zu den neuen Vorwürfen zurück, ebenso die russische Zentralbank.  

Im Juni wurde bekannt, dass die Deutsche Bank auffällige Transaktionen in Russland untersucht. Auf Anfrage der russischen Zentralbank wurden einige Kundenkonten überprüft. Dabei wurden Verstöße gegen Bankenverordnungen und Mängel im Kontrollumfeld der Deutschen Bank festgestellt. Nach Informationen von Bloomberg gehörten zu den überprüften Konten auch die der Brüder Arkadi und von Boris Rotenberg, die als Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin gelten. Diese ließen am Montag über einen Sprecher ausrichten, dass ihnen von verdächtigen Transaktionen auf ihren Konten nichts bekannt gewesen sei.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RBC-Daily

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