Geschichte Tag für Tag: 10. Juli

Boris Jelzin tritt sein Amt als erster Präsident Russlands an.

Boris Jelzin tritt sein Amt als erster Präsident Russlands an.

AP
In der Rubrik "Geschichte Tag für Tag" können Sie sich gemeinsam mit RBTH an besondere historische Ereignisse mit und um Russland herum erinnern.

10. Juli 2011:

Nahe dem tatarischen Dorf Sjukejewo in Tatarstan sank das Ausflugsschiff „Bulgaria“. 122 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter zahlreiche Kinder. Einen Bericht vom Gedenken ein Jahr nach der Katastrophe lesen Sie in unserem Artikel.

10. Juli 1991:

Boris Jelzin trat sein Amt als erster Präsident der Russischen Föderation im Kremlpalast an. Bei den vorangegangenen ersten demokratischen Präsidentschaftswahlen in Russland erreichte er 58 Prozent.
Nach der dreißigminütigen Amtseinführung hielt er eine seiner berühmtesten Reden:

 „Wir wenden uns an die Weltgemeinschaft mit der klaren Absicht, Freunde und nicht Feinde zu gewinnen sowie ehrliche und zivilisierte Beziehungen zu anderen Staaten zu etablieren. Russland wird wieder aufleben! "

Jelzins Präsidentschaft löst in der russischen Gesellschaft aber bis heute heftige Diskussionen aus. Während seiner Amtszeit geriet das Land in eine schwere wirtschaftliche und soziale Krise. Jelzin trat 1999 als Staatschef zurück. Nach einer kurzen Übergangszeit wurde im März 2000 dann Wladimir Putin in das höchste Staatsamt gewählt.


10. Juli 1934:

Das Volkskommissariat für innere Angelegenheiten der Sowjetunion - kurz NKWD - wurde gegründet. Noch in den 30ern erlangte es einen zweifelhaften Ruf für die von ihm durchgeführten politische Repressionen: Verfolgung, Verurteilung und Strafvollzug ohne ein gerechtes Gerichtsverfahren gehörten zum Alltag. Aber nicht nur einfache Bürger, sondern auch viele NKWD-Mitarbeiter sowie dessen Führung selbst fielen letztlich dem Polizeiapparat zum Opfer.

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