Zum Tag der Arbeit, des Friedens und des Frühlings: 15 sowjetische Glückwünsche zum 1. Mai

Lifestyle
RUSSIA BEYOND
Es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn die Sonne nach einem langen, anstrengenden Winter durch die Wolken stößt. Damit ist der 1. Mai auch der beste Tag des Jahres, um die Arbeiterschaft und den Weltfrieden zu feiern. Diese 15 wunderbaren sowjetischen Grußkarten bringen Sie in die richtige Stimmung!

Die Menschen warteten auch zu Sowjetzeiten schon ungeduldig auf die wenigen Feiertage Anfang Mai, an denen sie sich endlich schon in leichte Frühlingsmäntel kleiden und auf der Datscha sonnenbaden und grillen konnten.

"Ich erinnere mich daran, dass wir jeden 1. Mai zur Datscha gingen und die ganzen Ferien damit verbrachten, das Haus für die Sommersaison vorzubereiten - die Zimmer nach dem Winter zu lüften, alles zu säubern, auch Teppiche und Bettdecken", erinnert sich der Moskauer Andrej.

Der Tag der Arbeit wurde auch als eine Art Ersatz für Ostern betrachtet – das Fest, das alle russischen Menschen zwar liebten, aber aufgrund der nicht-orthodoxen Ideologie des Sowjetstaates damals nicht öffentlich feiern konnten. Viele Menschen, die in der UdSSR aufgewachsen sind, geben zu, dass die Maifeiertage zu den schönsten Erinnerungen an ihre Kindheit gehören.

"Ich kann mich gut daran erinnern, wie meine Eltern mich zu den Demonstrationen mitgenommen haben – es hat viel Spaß gemacht mit all den singenden Menschen mit zu marschieren... Das hatte nichts mit gewöhnlichen politischen Treffen zu tun", erzählt Olga aus Moskau.

„Moskau im Mai“ war die Hymne des Festes und eine inoffizielle Hymne Moskaus. Es beginnt mit den Worten: "Der Morgen malert mit zartem Licht die Wände des alten Kremls. Das ganze Sowjetland wacht mit der Morgendämmerung auf."

"Überraschenderweise war das Neujahr nicht das wichtigste Fest für uns, es war der 1. Mai ... Und das Wichtigste in unserem Vorkriegsleben war, so nah wie möglich am Roten Platz zu sein. Als ich acht Jahre alt war, konnte ich sogar auf das GUM-Kaufhausdach steigen. Aber es war zu früh und die Polizei jagte uns weg, also haben wir die Parade nicht gesehen ", erinnert sich der sowjetische Filmregisseur Rolan Bykow in seinem Buch „Moskau: Ort der Bekanntschaften“.

"Frieden. Arbeit. Mai "war einer der beliebtesten Slogans des Feiertags. Im Vorfeld wurden bei großen Subbotniks die Stadt für die große Parade herausgeputzt.

>>> Wie die Nazi-Propaganda die Sowjetbürger gegen ihr Land aufwiegelte