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Die Goldförderung in Russland reicht bis in das Mittelalter zurück. Es gab damals keine rechtlichen Beschränkungen für die Suche nach Edelmetallen.
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Wie auch die Vereinigten Staaten erlebte das Russische Reich im 19. Jahrhundert mehrere Goldräusche, vor allem in Sibirien und im Ural. Tausende reisten zu den neu entdeckten Goldvorkommen und suchten sogar in städtischen Gebieten nach Gold.
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Die Regierung erlaubte nicht nur private Gold-Prospektion, sie tat auch alles, um die Minenarbeiter zu unterstützen und verlangte nur die Zahlung von Steuern.
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Die Machtübernahme durch die Bolschewiki im Jahr 1917 führte zur Verstaatlichung. Private Goldgräberei wurde aber nicht komplett verboten. Man durfte beispielsweise auf den Halden der Bergbauunternehmen arbeiten.
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In der frühen Sowjetzeit interessierte es niemanden, auf welche Weise man an das Gold kam, das man an den Staat weiterverkaufte. Große Mengen wurden von Bergbauunternehmen gestohlen und sogar die Androhung der Todesstrafe schreckte die Menschen nicht ab.
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Letzten Endes verabschiedete die kommunistische Regierung im Jahre 1954 ein Gesetz, das es Einzelpersonen gänzlich verbot, Gold zu fördern.
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Das Verbot galt über 60 Jahre mit einer kurzen Erleichterung von 1992 bis 1998, nach dem Zerfall der Sowjetunion. Erst kürzlich wurde den russischen Bürgern das Goldschürfen wieder gestattet, allerdings mit einer Reihe von Einschränkungen.
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Nach Lizenzerhalt können einzelne Goldgräber ihr Glück auf kleinen Grundstücken mit einer Fläche von weniger als 0,15 Quadratkilometern versuchen, deren Goldvorkommen nicht mehr als zehn Kilogramm betragen soll. Die Lizenzdauer beträgt fünf Jahre und Sprengstoffe zu benutzen, ist verboten.
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Diese Art der Goldförderung ist bisher nur in der Region Magadan im russischen Fernen Osten erlaubt, die für dieses Pilotprojekt ausgewählt wurde. Die Region mit ihren vielen kleinen Goldvorkommen ist für große Bergbauunternehmen nicht von Interesse.
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Man muss kein Unternehmer oder professioneller Bergarbeiter sein, um sich als echter Goldgräber zu fühlen. Es gibt eine Reihe von spezialisierten „mineralogischen Touren“ zum Uralgebirge, wo man auf der Suche nach Gold und Edelsteinen Zeit verbringen kann.
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Alles, was gefunden wird, muss dem Staat übergeben werden, sonst droht eine Geldstrafe von bis zu einer halben Million Rubel (etwa 7 000 Euro). Touristen dürfen nur Pyrit behalten, der wie Gold aussieht. Bei solchen Touren geht es wohl mehr um den Spaß als um wirklichen Reichtum.