Kamtschatka: Naturgewalten aus dem Bilderbuch

„Es gibt also hunderte Gründe, sich auf die Kamtschatka-Experience einzulassen.“

„Es gibt also hunderte Gründe, sich auf die Kamtschatka-Experience einzulassen.“

Yaroslav and Jenny photography
Wie ein Fotografen-Pärchen ihren persönlichen Traumort erreichte.
„Seit vielen Jahren reisen wir durch Russland. Kamtschatka war schon immer unser Traumziel. Stellt es euch nur vor: 150 Vulkane und Geysir-Täler (die gibt es nur 5 Mal auf der Welt: in den USA, in Island, Neuseeland und auf Russlands Kamtschatka). Schon beim Anflug verliebt man sich in die Landschaft. Da hilft nichts.“
Das sagen die Fotografen Jenny und Jaroslaw. Das Pärchen reiste nach Kamtschatka – ein ziemlich abgelegener Ort Russlands, aber wunderschön und ein Paradies für Naturfreaks. An ihren Erfahrungen ließen die Beiden RBTH teilhaben.
„Kamtschatka heißt auch Feuererde, wegen der Vulkane. Einzigartig und unerforscht. Drei Wochen waren wir dort. Uns war das viel zu wenig.“
„Die Einheimischen sagen, es gäbe keine Wege auf Kamtschatka, nur Richtungen. Man braucht also einen robusten Geländewagen, um die Gegend zu erkunden. Die Entfernungen sind riesig: Bis zum nächsten Vulkan sind es 2-3 Stunden.“
„Unser Ausflug zum Tolbatschinskij war die beste Erfahrung. Vor zwei Jahren brach der Vulkan aus. Wir spazierten über Lavafelder, während um uns herum heiße Gase aus dem Erdinneren zischten. Die Oberfläche der Lavahügel hat sich seit dem Ausbruch im Jahr 1975 nicht ganz abgekühlt. Ein Spaziergang durch einen ausgestorbenen Wald, ein Abstieg in die Lavagrotten 3 bis 4 Meter unter der Erde lassen dich einfach nur staunen: Wie mächtig ist die Natur, wie unbedeutend das menschliche Leben!“
„Der Ozean beeindruckt dich noch mehr: Schwarzer Sand, 3 bis 4 Meter hohe Wellen, kilometerlange Küsten voll mit Surfern.“
„In ihren Taucheranzügen schwimmen sie Seite an Seite mit den neugierigen Robben.“
„Ein paar Schwierigkeiten gibt es schon: Der Flug nach Kamtschatka ist nicht günstig, schon gar nicht von Zentralrussland aus. Und gute Hotels gibt es kaum. Am besten ist, man mietet eine Ferienwohnung oder geht in ein Kurhaus, abseits der Stadt.“
„Das größte Hindernis für Ausländer: Es gibt nur wenige englischsprechende Guides. Trotzdem kommen erstaunlich viele Touristen aus dem Ausland nach Kamtschatka.“
„Bären trafen wir zum Glück nicht. Aber am Kurilensee kann man sie aus sicherer Entfernung beobachten. Von Juli bis September halten sie sich dort auf. Rund 480 Euro kostet so ein Trip pro Person.“
„Auf unserer Kajak-Tour trafen wir einen coolen Deutschen, der seit 2 Monaten durch Russland reiste. Das war toll! Im Frühling war er im Nepal, um bei den Aufräumarbeiten nach dem Erdbeben zu helfen. Er war reich an Erfahrung und hatte viel zu erzählen, übers Reisen und über Russland.“
„Das Gefühl, wenn du morgens aus dem Fenster schaust, ist so überwältigend: Die Landschaft um dich herum sieht aus wie im Bilderbuch!“
„Tanja und Taras leben beide auf Kamtschatka und verdienen besondere Aufmerksamkeit: Sie fahren in die entlegensten Winkel der Halbinsel, schreiben einen Blog darüber und veranstalten sogar Live-Konzerte auf den Vulkan-Höhen. Über ihr „Schützt Kamtschatka“ – Projekt verkaufen sie Kleidung, veranstalten Treffen und Wettbewerbe, um mit dem Geld Surf-Schulen zu unterstützen.“
„Es gibt also hunderte Gründe, sich auf die Kamtschatka-Experience einzulassen.“

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