Russische Märchen gezeichnet von Iwan Bilibin

Außerdem nahm Bilibin an ethnografischen Expeditionen des Russischen Museums teil und bereiste so die nördlichen Gebiete Russlands, wo ihn die altrussische Holzbaukunst begeisterte.

Außerdem nahm Bilibin an ethnografischen Expeditionen des Russischen Museums teil und bereiste so die nördlichen Gebiete Russlands, wo ihn die altrussische Holzbaukunst begeisterte.

Ivan Bilibin
Zum 140. Geburtstag des großen russischen Märchenillustrators.
Als Leningrad im September 1941 von der Wehrmacht eingekesselt wurde, lehnte der Künstler die Evakuierung ab: „Aus einer belagerten Festung kannst du nicht fliehen, die musst du verteidigen“, sagte er damals. Im ersten Winter der Leningrad-Blockade verhungerte der berühmte Zeichner.
Das Russische Museum und die Tretjakow-Galerie erwarben gar seine Illustrationen zu „Märchen vom Zaren Saltan“ und „Märchen vom Goldenen Gockel“.
Seine künstlerische Blütezeit erlebte Bilibin, als er an den Illustrationen für die Märchen des russischen Dichters Alexander Puschkin arbeitete.
Er lernte das Zeichnen in jungen Jahren, als Hobby neben seinem Jurastudium an der Sankt Petersburger Akademie.
Und so widmete der Meister seine kreative Suche der natürlichen russischen Schönheit.
Das altmodische, rückständige Russland – gebrechlich, moderig, verstaubt – inspirierte ihn. Denn selbst unter einer dicken Staubschicht erkannte Bilibin die Schönheit seiner Heimat.
Iwan Bilibin – ein Interpretationsmeister der russischen Folklore – wurde vor 140 Jahren, am 16. August 1876 in Sankt Petersburg geboren.
Berühmt wurde der Zeichner durch seine Illustrationen zu solchen Märchen wie „Iwan Zarewitsch, der Feuervogel und der graue Wolf“.
Nach der Oktoberrevolution verließ er Russland und lebte in Kairo und Paris. 1936 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, die damals bereits in Leningrad umbenannt war.