Moskau reagiert auf die Nato-Aktivitäten an russischen Grenzen

Die Nato-Aktivitäten seien eine unmittelbare Bedrohung für die Sicherheit von Russland.

Die Nato-Aktivitäten seien eine unmittelbare Bedrohung für die Sicherheit von Russland.

Artyom Korotayev/TASS
Russland plant Truppenstationierung in westlichen Regionen.

Wie der russische Verteidigungsminister Sergej Schojgu ankündigte, plant Russland die Stationierung von drei neuen Divisionen in westlichen Regionen. Dies geschehe aufgrund von Nato-Aktivitäten in der Nähe von Russland, die den Kreml veranlasst hätten, die russischen Grenzen zu verstärken.

In den vergangenen zwei Jahren stationierte die Nato schwere Waffen in Lettland, Litauen und Estland. Streitkräfte der Nato führen immer wieder Militärübungen in der Nähe russischer Grenzen durch. Und in Rumänien errichteten die USA ein Raketenabwehrsystem.

In der neuen Strategie der nationalen Verteidigung der Russischen Föderation gilt „das Wachstum des militärischen Potenzials“ der Nato in der Nähe der russischen Grenzen als unmittelbare Bedrohung für die Sicherheit des Landes.

„Russland muss die Anzahl seiner Streitkräfte erhöhen. Die einfachste Möglichkeit wäre, Brigaden in Divisionen umzuwandeln“, bemerkt Alexander Chramtschichin, Vizedirektor des Instituts für politische und militärische Analyse in Russland. Seiner Meinung nach wird das Militärbündnis nicht zurückweichen – die Nato-Führung werde auf die Handlungen Moskaus mit denselben Methoden reagieren wie in den letzten zwei Jahren, sagt der Experte.

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