Wilde Hengste und heißes Feuer: Expedition durch Süd-Sibirien

11. Juli 2017 Julia Schandurenko
Treffen Sie die einheimischen Völker des Altai-Gebirges, Chakassiens und des Bergs Schorija.

Hier beginnt das Abenteuer! Wenn Sie noch immer meinen, dass Sibirien ein Hinterland mit schlechten Straßen und Braunbären hinter jedem Busch ist, dann schauen Sie sich doch einmal diese Straße in der Region Tjumen am Fluss Ischim an.

 / Maxim Tarasov / Maxim Tarasov

Ziel ist eine Hand voll Wohnjurten in der Ebene zwischen den Rücken des Kusnetzk-Alataus: der Museumskomplex "Chakasskij Aal". Noch im 19. Jahrhundert lebten die einheimischen Großfamilien der nomadischen Chakas-Hirten in ähnlichen strukturen in Süd-Sibirien. Eine Übernachtung vor Ort lohnt sich.

 / Maxim Tarasov / Maxim Tarasov

Die Einheimischen baten den Fotografen Maxim Tarasow, er möge ihnen mit seiner Drohnen-Kamera doch bei der Suche nach ihren verlorenen Pferden helfen. Hier sehen Sie nun, was er dabei aufgenommen hat.

 / Maxim Tarasov / Maxim Tarasov

Die Mädchen tragen traditionelle Chakas-Kostüme und begrüßen die Touristen. Bis in die 1950er Jahre kleideten sich die Chakassen noch genau so. Dann stiegen sie plötzlich auf eher europäisch wirkende Kleidung um. Die heutigen Chakassen legen zu Fest- und Feiertagen noch heute ihre traditionellen Kleider an, zum Beispiel zum "Tun Prayram"-Festival oder dem chakassischen Neujahr "Chyl Pazi".

 / Tatiana Zhukova / Tatiana Zhukova

Rund um das Altai-Gebirge zieht der Sommer schon im Juni ein: Die Bergflüsschen, die doch so frisch und kühl wirken, stellen sich dann als angenehm warm heraus.

 / Tatiana Zhukova / Tatiana Zhukova

Vor 400 Jahren siedelte sich ein einheimisches Turkvolk, die nomadisch lebenden Telesy, am Telezkoje-See im Altai an. Das heutige Altai-Bergvolk gilt als ihre Nachfahren. Jede Reiseroute muss am Telezkoje-See vorbei führen. Die Route beginnt im Dorf Artybasch und führt über das Tschulyschman-Flusstal und die sogenannten Stein-Pilze zum mit 160 Metern höchsten Kaskaden-Wasserfall des Altai-Gebirges mit Namen "Uchar".

 / Tatiana Zhukova / Tatiana Zhukova

Ein ortskundger Vierbeiner-Guide ist Ihnen die beste Hilfe bei dieser Tour rund um den See.

 / Tatiana Zhukova / Tatiana Zhukova

Ein Schor-Schamane beim Ritual: Die Schoren, deren Vorfahren in ganz SIbirien für ihre Eisenschmelz-Künste berühmt waren, glauben, dass die Welt in drei Sphären geteilt ist: den Himmel "Ulhi ger", die Mittelwelt "Orti ger" und das Land der bösen Geister "Aina ger". Wir Menschen leben demnach in der Mittelwelt und die Schamanen nutzen das Feuer, um mit den anderen Sphären zu kommunizieren. Damit die Geister dem Schamanen dann auch gutwillig gegenüberstehen, werden ihnen wunderschöne Geschenke gemacht - leckere Süßigkeiten oder Brotscheiben werden dann an der Feuerstelle hinterlassen.

 / Tatiana Zhukova / Tatiana Zhukova

Die "Herrin der Taiga", eine Statue von Daschi Namdakow, gilt als Symbol des bergigen Schoria-Landes am Fuße des Altais und der Sajan- und Kusnetzk-Alatau-Gebirge. In der Statue brennt ein Feuer, die Hörner zieren Symbole der Sonne und der Fruchtbarkeit im Stile urzeitlicher Wandmalereien.
 
 / Tatiana Zhukova / Tatiana Zhukova
 
Eines der wenigen Tourismus- und Welness-Zentren der Gegend befindet sich an eben jenem Telezkoje-See, der übrigens als Teil der "Goldenen Altai-Berge" auch zum Unesco-Weltnaturerbe gehört.  Die Einheimischen nennen ihren See liebevoll "Kleinen Bruder des Baikals": Obwohl der Telezkoje bei Weitem nicht so tief ist wie sein "Großer Bruder", ist die Wasserqualität doch annähernd ebenso gut. Im Februar ist er unvergleichlich durchsichtig, die Sichtweite beträgt bis zu 15,50 Meter.
 
 / Tatiana Zhukova / Tatiana Zhukova
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