Psychedelische Schönheit stillgelegter Salzbergwerke in Jekaterinburg (BILDER)

Reise
TOMMY O'CALLAGHAN
Die wellenförmigen Wände könnten leicht mit einer Van-Gogh-Leinwand verwechselt werden.

Diese surrealen Bergwerke, welche sich 650 Meter unterhalb der Hauptstadt von Ural befinden, sehen aus, als wären sie von dem niederländischen Maler Vincent Van Gogh entworfen worden.

Diese phänomenale kaleidoskopische Wirkung hat jedoch einen völlig natürlichen Ursprung.

Ein längst verdampftes Salzwassermeer prägte diese farbigen Schichten von Mineralienvorkommen während der Perm-Ära vor 280 Millionen Jahren.

Die Farben sind hauptsächlich auf getrocknete Carnallit- und Kaliummagnesite zurückzuführen, die heute als Düngemittel verwendet werden.

Diese Wirkung umfasst zahlreiche Farbtöne und Formen, einschließlich roter, weißer, azurblauer und goldener konzentrischer Kreise und Wellen.

2014 stieß der Fotograf Michail Mischajnik auf dieses unglaubliche natürliche Phänomen, als er die Bergwerke trotz des hohen Risikos von Gaslecks und Erdrutschen Tage und Nächte erkundete.

Laut Michail können sich die Tunnels dieses von Natur geschaffenen Labyrinths kilometerweit erstrecken. Laut ihm sei die Luft hier wegen des hohen Salzgehalts sehr trocken.

Das künstlerische Potenzial dieser Bergwerke blieb lange unbekannt, weil sie im inneren pechschwarz sind. Der volle Glanz der lebendigen Wände offenbart sich nur bei sehr starker elektrischer Beleuchtung.

Einige der Tunnels sind noch in Gebrauch, obwohl die meisten stillgelegt wurden und nur mit einer Genehmigung von Behörden betreten werden dürfen.

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