Delikatesse zu Ostern: Der Mohnkuchen Makownik

Victoria Drey
Es wird angenommen, dass die slawische Spezialität Makownik, die mit gemahlenen Mohnsamen zubereitet wird, Ihre Taschen füllt. Sie sollten über Ostern also so viel wie möglich davon essen.

Kuchen, Bagels, Lebkuchen, Brötchen... so ziemlich jede Backware mit Mohn ist wohlschmeckend. Auch die Russen geben die kleinen schwarzen Samen gerne zu ihren Backdesserts dazu, um einen einzigartigen nussigen Geschmack zu bekommen. Für viele ist Mohngebäck darüber hinaus ein nostalgisches Symbol der sowjetischen Küche, das jedoch ursprünglich aus der Zeit des alten Russischen Reiches stammt. Der Mohn wurde dort seit dem elften Jahrhundert angepflanzt und entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil russischer Backwaren. Schließlich galt er als Symbol für Wohlbefinden und Wohlstand; je mehr Mohngebäck man also zu sich nahm, desto besser.

Meine persönlichen Lieblingsbackwaren waren stets einfache Brötchen mit großzügiger süßer Mohnfüllung, bis ich auf das Rezept für den Makownik stieß. Der Name dieses Kuchens leitet sich vom russischen Wort „mak“, „Mohn“, ab. Er wird aus einem traditionellen Biskuitteig, der besonders am slawischen Ostertisch beliebt ist, zubereitet und ist noch heute ein äußerst beliebter Kuchen, den man neben dem Kulitsch und Pas'cha während des russischen Osterfestes genießt. Der Unterschied zwischen dem Makownik und anderen Mohnkuchen ist jedoch, dass es keine Füllung gibt. Stattdessen wird der Mohn in den Teig mit eingearbeitet.

Es gibt eine Vielzahl von Variationen dieses Osterkuchens in der russischen, ukrainischen und tschechischen Küche. Ich persönlich bevorzuge die Makownikvariante mit einer gleichen Menge Mehl und Mohnsamen im Teig, da er so eine luftige und glatte Textur bekommt.

Zutaten:

  • 120 Gramm Mehl
  • 4 Eier
  • 100 Gramm Zucker
  • 110 Gramm Mohnsamen
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 30 Milliliter Pflanzenöl
  • 40 Milliliter Milch
  • 1 Vanilleschote
  • eine Prise Salz

Geben Sie zuerst den trockenen Mohn in eine Kaffeemühle oder in ein Zerkleinerungsgerät. Je feiner die Samen gemahlen sind, desto besser wird der Kuchen schmecken. Sieben Sie das Mehl und das Backpulver in eine große Schüssel. Geben Sie eine Prise Salz und Mohn dazu. Stellen Sie dann die Schüssel mit der Trockenmischung zur Seite.

Geben Sie die Eier und den Inhalt der Vanilleschote in eine andere Schüssel und verquirlen Sie alles einige Minuten lang bei mittlerer Geschwindigkeit. Erhöhen Sie die Geschwindigkeit und geben Sie nun den Zucker Esslöffel für Esslöffel dazu. Mixen Sie die Zutaten, bis sie eine schöne und seidige Textur haben. Seien Sie geduldig. Der Vorgang kann eine Weile dauern.

Mengen Sie anschließend die trockene Mischung langsam den geschlagenen Eiern bei und kneten Sie den Teig gründlich mit einem Spatel durch. An dieser Stelle können Sie je nach Wunsch auch Nüsse oder Rosinen dazugeben.

Gießen Sie zum Schluss das Pflanzenöl und die heiße Milch hinein und vermischen Sie alles miteinander. Stellen Sie nun den Makownik für circa 30 bis 35 Minuten bei 180 Grad Celsius in den Ofen, bis er oben goldbraun und durchgebacken ist.

Bestreuen Sie den Kuchen nach dem Abkühlen mit Puderzucker und genießen Sie ihn mit einer Tasse Tee. Frohe Ostern und guten Appetit!

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