GenerationS: Die drei besten Tech-Start-ups

29. April 2017 Kira Kalinina
Der Accelerator GenerationS sucht an Universitäten die besten Tech-Projekte der Zukunft. In diesem Jahr bekamen ein mobiler Fotodrucker, eine Sprache zwischen Maschinen und ein Bioschutz für Pflanzen eine Finanzierung.

Der Tech-Accelerator GenerationS verlieh an junge Teams eine Prämie von insgesamt 250 000 Euro. / GenerationSDer Tech-Accelerator GenerationS verlieh an junge Teams eine Prämie von insgesamt 250 000 Euro. / GenerationS

In der russischen Hauptstadt wurde am Dienstag heiß gepitcht: Beim Finale des Tech-Accelerators GenerationS der staatlichen RBK-Stiftung traten acht Projektteams gegeneinander an. Die Jury kürte drei Sieger, die zusammen eine Prämie in Höhe von rund 250 000 Euro erhielten.

Die drei Besten

Den ersten Platz belegte das Team von Boft aus Moskau mit seinem Instantdrucker für Instagram-Bilder und Mobile Devices. 50 Rubel, weniger als einen Euro, kostet es, zwei Fotos auszudrucken. Boft-Automaten sind bereits in 44 russischen Städten und darüber hinaus in 13 Ländern erhältlich. Das Team erhielt mehr als 83 000 Euro für die Entwicklung des Projekts.

Auf dem zweiten Platz landete die „Manufaktur der grünen Technologien“ aus Krasnodar, die sichere organische Biopräparate zum Schutz von Pflanzen produziert. Die Innovation liegt darin, dass die Biopräparate chemische Mittel und Pestizide ersetzen können. Sie sind zudem dreimal billiger als Pestizide und schaden nicht der Umwelt. Das Team erhielt fast 83 000 Euro.

Ein Team aus Perm landete mit seiner Entwicklung, einer universellen RCML-Sprache, die eine Kommunikation zwischen Industriemaschinen ermöglicht, auf dem dritten Platz. Diese Lösung vereinfacht die Installation und die Konfiguration von Software bei großen Industrieunternehmen und fördert das Verständnis zwischen Maschinen verschiedener Hersteller. So hilft sie, die Kosten für den Einsatz von neuer Software zu senken. Das Team erhielt eine Summe in Höhe von rund 80 000 Euro.

Start-ups und Investoren

Das Team von Boft aus Moskau entwickelte einen Instantdrucker für Instagram-Bilder und Mobile Devices. / BoftDas Team von Boft aus Moskau entwickelte einen Instantdrucker für Instagram-Bilder und Mobile Devices. / Boft

„Um solche Projekte zu finden, kooperieren wir mit unserem regionalen Netzwerk. Unsere Vertreter in den Regionen besuchen Universitäten und versuchen die Wissenschaftler zu überzeugen, ins Geschäftsleben einzusteigen“, erzählte Gulnara Bikkulowa, stellvertretende Leiterin von RBK, die seit 2013 das Projekt GenerationS betreut.

Etwa 1 000 Projekte nahmen an der Qualifikationsrunde teil, davon kamen 114 weiter. Etwa die Hälfte arbeite bereits mit Unternehmen an der konkreten Umsetzung der Ideen, berichtete Bikkulowa. Insgesamt konnte der Accelerator 250 staatliche und private Unternehmen als Investoren gewinnen. Diese würden für bestimmte Projekte auch nach konkreten Start-ups fragen. „Wir verfolgen das Ziel, Investoren für E-Commerce-Projekte zu finden als auch strategische Investoren, die in Biotechnologien und Industrie investieren“, sagte Bikkulowa.

IT statt Waffen – Russlands neue Exportschlager

Alle Rechte vorbehalten
+
Folgen Sie uns auf Facebook