Geschichte Tag für Tag: 7. November

Unser täglicher Geschichtsrückblick zeigt Ihnen, was am heutigen Tag in der Geschichte Russlands und der Welt vor sich ging.

1944: Deutscher Sowjet-Spion in Tokio hingerichtet

Der sowjetische Kommunist russisch-deutscher Abstammung und deutscher Staatsangehörigkeit Richard Sorge wird in Tokio hingerichtet. Geboren wurde er am 4. Oktober 1895 im damals russischen Baku (heute Aserbaidschan). Während des Zweiten Weltkriegs war er als Spion und Journalist für die Sowjetunion in Japan tätig. Sein Pseudonym lautete R. Sonter, sein GRU-Deckname „Ramsay“.

Porträt R. Sorge

Kury vor seiner Verhaftung 1941 verfasste er den bekannten und aus historischer Sicht kriegsentscheidenden Funkspruch: Das durch den Dreimächtepakt mit der NS-Diktatur militärisch verbündete Japan werde die Sowjetunion nicht angreifen.

1917: Bolschewiken stürmen unter Lenin den Winterpalast

Bis zum Oktober, nach heutiger Zeitrechnung Anfang November 1917, haben sich die meisten Menschen die Menschen schon der Meinung der Bolschewisten angeschlossen, weil diese ihnen sofortigen Wohlstand und Frieden versprachen. Gemeinsam sollten das Proletariat und die Bauern gegen die Bourgeoisie und den Imperialismus kämpfen. Die Marxisten glaubten an ihr Anliegen und wirkten sehr attraktiv im Vergleich zu den unentschlossenen Politikern jener Zeit, die damit beschäftigt waren, über ein halbe Jahr lang von einer konstitutionellen Versammlung und Demokratie zu grummeln.

Sturm des Winterpalasts in Petrograd (heute Sankt Petersburg), 1917

Lenin selbst spielte ebenfalls eine entscheidende Rolle für den Sieg der Bolschewisten. Im Herbst 1917 war er beim Volk beliebter als der listige, aber schwache Alexander Kerenskij, der die Übergangsregierung anführte. Auch Versuche des Militärs, die Revolutionäre aufzuhalten und eine rechte Diktatur zu errichten, scheiterten.

Am 7. November 1917 führten die Bolschewisten deshalb die Massen an, besetzten den Winterpalast in Petrograd und stürzten die Übergangsregierung. Damit war nicht nur die Revolution in vollkommene Gewalt umgeschlagen, sondern auch ein lang anhaltender Bürgerkrieg losgetreten worden.

Mehr dazu:

>>> Alles, was Sie jemals über die Revolutionen 1917 wissen wollten

1879: Ein Revolutionär erblickt das Licht der Welt

In Janowka im russischen Gebiet Cherson wird Lew Bronstein geboren, der ab 1902 dann ausschließlich den Nachnamen Trotzki verwenden wird. als Leo Trotzki schließt er sich den revolutionären Kräften an und wird letztlich einer ihrer Anführer in den Wirren des Revolutionsjahres 1917.

Der kleine Trotzki 1888

Sein aufmüpfiger geist erwachte früh: Bereits mit 17 Jahren wurde er Mitglied einer Untergrundorganisation, zwei Jahre später saß er das erste Mal hinter Gittern.

Mehr über eine der Gallionsfiguren des Revolutionszuges 1917:

>>> Leo Trotzki: Sechs Fakten über den geächteten russischen Revolutionär

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