Geschichte Tag für Tag: 15. November

Unser täglicher Geschichtsrückblick zeigt Ihnen, was am heutigen Tag in der Geschichte Russlands und der Welt vor sich ging.

2015: Brummi-Fahrer, bitte zahlen!

Genau vor zwei Jahren hat die russische Regierung die Fern- und Güterverkehrsmaut, die bis dato nur für ausländische Lkw galt, auch auf die eigenen Transporter ausgeweitet. Das dazu eingesetzte System „Platon“ soll bis zu 800 Millionen Euro pro Jahr generieren.

Seit dem 15. November 2015 müssen Lastkraftwagen über zwölf Tonnen bis zum 1. März 2016 1,53 Rubel (0,02 Euro) für jeden Fahrkilometer entrichten, danach bis zum 31. Dezember 2018 3,06 Rubel (0,04 Euro) und nach 2018 3,73 Rubel (0,05 Euro). Entweder muss die geplante Fahrstrecke zuvor gemeldet werden und die Gebühr im Voraus bezahlt werden oder alternativ ein Mauterfassungsgerät im Lkw installiert werden. Bei Abweichungen von der geplanten Strecke drohen den Fernfahrern Bußgelder von umgerechnet bis zu 650 Euro.

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Zunächst jedoch gab es nur eines: Streiks im ganzen Land. Tausende russische Fernfahrer blockierten zahlreiche Straßen, unter anderem in Stawropol und der Umgebung von Moskau. Im Gebiet Nowosibirsk gab es Staus von bis zu 15 Kilometern Länge, aus dem Gebiet Rostow wurde sogar ein 50 Kilometer langer Stau gemeldet.

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1955: Metro unter der Newa eröffnet

Nachdem Moskau schon jahrelang täglich im Untergrund unterwegs ist, bekommt nun auch Sankt Petersburg (damals Leningrad) seine eigene Metro. Am 15. November 1955 wurde sie eröffnet.

Baubeginn war zwar bereits 1940, der Zweite Weltkrieg jedoch unterbrach sie für mehrere Jahre. Erst zehn Jahre nach Ende des Krieges eröffnete dann die erste Linie zwischen den Stationen Awtowo und Ploschtschad Wosstanija.

Menschen in der ersten Sankt Petersburger Metro-Station Awtowo

Heute verbindet die Metro die Sankt Petersburger Innenstadt mit den Vororten der nördlichen Metropole. Gegenwärtig verkehren fünf Linien zwischen insgesamt 67 Stationen. Mehr als 1600 Waggons transportieren täglich über 2,3 Millionen Menschen. Die Sankt Petersburger Metro beschäftigt 15.000 Mitarbeiter.

Und sie ist Rekordhalter! Die U-Bahn in Sankt Petersburg ist der durchschnittlichen Stationstiefe die tiefste Metro der Welt. Ihre allertiefste Station ist die neue Admiraltejskaja, sie liegt 86 Meter unter der Erdoberfläche.

1951: Happy Birthday, lieber FSB-Direktor!

Heute vor 66 Jahren wurde im sowjetischen Molotow (heute Perm) Alexander Bortnikow geboren. Seit 12. Mai 2008 ist der Armeegeneral Direktor des russischen Inlandgeheimdienstes FSB und seit Mai 2012 auch Ständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Russischen Föderation. Gegenwärtig sitzt er außerdem dem Nationalen Antiterrorismus-Komitee sowie dem Leiter-Rat der Sicherheitsorgane und Geheimdienste der Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS).

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FSB-Direktor Alexander Bortnikow vor der jüngsten Sitzung der Kommission zu Fragen militärisch-technischer Zusammenarbeit mit fremden Staaten im Moskauer Kreml, 7. November 2017

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