Das Bild Gottes von Andrej Rubljow

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In der Geschichte der russisch-orthodoxen Kirche gab es viele bekannte Maler von Ikonen und Fresken. Andrej Rubljow ist jedoch zweifelsfrei der Berühmteste von ihnen.

Mariä Verkündigung (1405)

Andrej Rubljow wurde Ende der 1360er Jahre in der Kleinstadt Radonesch, nahe dem Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad, geboren. Aller Wahrscheinlichkeit nach war er in seiner Jugend Novize in diesem Kloster. Später wurde er als Mönch ordiniert. 1405 wurde Rubljow das erste Mal urkundlich erwähnt. In diesem Jahr malte er Mariä Verkündigung sowie Theophanes den Griechen.

Die Verklärung des Herrn (1425) 

Rubljow begann damit, an den Ikonen der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale im Moskauer Kreml zu arbeiten. Signaturen des Künstlers sind an antiken russisch-orthodoxen Ikonen jedoch eher eine Seltenheit. Auch zu Rubljows Werken und seinem Leben gibt es kaum gesicherte Informationen. So ist seine Urheberschaft an dem Bild „Die Verwandlung“ von 1425 zum Beispiel noch nicht erwiesen. Die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO bezeichnet das Werk als Teil der „Rubljowschen Schule“

Christi Geburt (1405)

Zu Rubljows frühen Werken gehört auch „Christi Geburt“, ebenfalls aus der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale. 

Apostel Paulus (1410)

Forscher verbinden zudem auch die Chitrowo-Evangeliaren, die Fresken der Uspenski-Kathedrale in der Gorodok-Festung in Swenigorod (etwa 1400) sowie die Deesis-Ikonen in Swenigorod (frühes 15. Jahrhundert) mit Rubljow. Bei Letzterem handelt es sich um eine der schönsten altrussischen Ikonengruppen. 

Der Erlöser (1410)

Rubljows “der Erlöser” hatte einen enormen Einfluss, sowohl auf zeitgenössische als auch auf spätere russische Maler. Der von ihm geschaffene Gesichtsausdruck in Kombination mit der Farbwahl vermittelt den Eindruck von Weisheit.

Das jüngste Gericht (1408)

Es kann mit großer Sicherheit gesagt werden, dass Rubljow 1408 gebeten wurde, die Fresken der Mariä-Himmelfahrtskathedrale in Wladimir zu malen. Der größte Teil dieser Fresken bildet das jüngste Gericht ab.

Die Dreifaltigkeit (1410)

Obwohl Rubljows Name in Verbindung mit dem Bau zahlreicher Kirchen gebracht wird, wurde der Künstler erst 1904, im Zuge der Restaurierung der Ikone „Die Dreifaltigkeit“, entdeckt. Die Aufmerksamkeit des Betrachters fokussiert sich auf drei Engel und ihre stille Unterhaltung. Gott, der Vater segnet Gott, den Sohn, während seines Todes am Kreuz und drückt seine Liebe für alle Menschen aus. Der Heilige Geist (der rechte Engel) ist als Symbol für die Bedeutung der aufopfernden, vergebenden Liebe präsent.

Die Grablegung des Herren (1425)

Die Grablegung des Herren (1425)

Als bescheidener Mönch, der sein Leben dem Malen von Fresken und Ikonen widmete, war Rubljow zu seiner Zeit respektiert und bekannt. Seine Nachfolger vergaßen ihn jedoch und viele seiner Werke gingen verloren. Anfang des 20. Jahrhunderts konnten manche Experten keines seiner Werke nennen.

In den letzten Jahren seines Lebens war Rubljow ein Mönch im Moskauer Andronikow-Kloster. Dort starb er am 17. Oktober 1428 an der Pest. Die russisch-orthodoxe Kirche verehrt ihn als Heiligen.

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