Geschichte Tag für Tag: 27. Juli

RIA Novosti
In der Rubrik "Geschichte Tag für Tag" können Sie sich gemeinsam mit RBTH an besondere historische Ereignisse mit und um Russland herum erinnern.

27. Juli 1945

Japan lehnt das von den Alliierten während der Potsdamer Konferenz gestellte Ultimatum zur Kapitulation im Zweiten Weltkrieg ab. Um den Druck auf das japanische Militär, die Regierung und auch auf die Bevölkerung zu erhöhen, werden Ende Juli die Angriffe auf Japan weiter verstärkt. Am 2. September wird der Zweite Weltkrieg mit der Unterzeichnung der japanischen Kapitulationsurkunde beendet. Die neue japanische Verfassung, die am 3. November 1946 verkündet wurde, enthielt alle Punkte der Potsdamer Erklärung. Sie wurde von US-Präsident Harry S. Truman sowie dem britischen Premierminister Winston Churchill im Rahmen der Potsdamer Konferenz formuliert.

 

27. Juli 1911

Der berühmte sowjetische Geheimagent und Partisan Nikolai Kusnezow wurde im Dorf Syrjanka bei Jekaterinburg geboren. Sein Leben war viel spannender als jeder Film. Wegen seiner Begabung wurde die lokale Verwaltung des sowjetischen Innenministeriums auf ihn aufmerksam. Kusnezow beherrschte sechs Dialekte der deutschen Sprache. Hörte er das Idiom seines Gesprächspartners, das seine Herkunft verriet, wechselte er stets zu einem anderen. So stellte er sicher, dass er nie für einen Landsmann gehalten wurde.

Denn der Agent, der sich als Deutscher ausgab, war nie in Deutschland gewesen. Kusnezow hat sechs hochrangige Nazi-Beamte getötet. Dank ihm wurde die Ermordung der Staatsoberhäupter der UdSSR, USA und Großbritannien während der Teheran-Konferenz 1943 verhindert. Beim Geheimdienst arbeitete unter vielen Namen: Rudolf Schmidt, Nikolai Gratschjow und Oberleutnant Paul Siebert. Neben Deutsch konnte der sprachbegabte Kusnezow auch Esperanto, Polnisch, Ukrainisch und die Komi-Sprache.

 

27. Juli 1841

Der große russische Dichter Michail Lermontow starb bei einem Duell. Das ungestüme Genie gilt als Begründer des russischen Realismus. Bekannt sind die letzten Worte des Literaten. Im Duell zwischen ihm und Nikolai Martynow im Juli 1841 gab nach dem Kommando des Sekundanten keiner der beiden Kontrahenten einen Schuss ab, da rief er diesen zu: „Schießen, oder ich löse das Duell auf!“ Lermontow entgegnete ruhig: „Auf diesen Dummkopf schieße ich nicht!“ Diese Worte kränkten Martynow, und er schoss. Danach stürzte er auf den zu Boden gesunkenen Dichter zu und bat ihn um Verzeihung. Lermontow aber war bereits tot.

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