Tipps für den Alltag: So kommen Sie als Ausländer in russische Staatsbibliotheken

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ALEXANDRA GUSEWA
Sie wollen einen Blick in eine seltene Ausgabe der „Prawda“ werfen? Oder suchen nach einer Dostojewskij-Ausgabe von 1945? All das gibt es in den russischen Staatsbibliotheken zu entdecken. Russia Beyond erklärt Ihnen, wie Sie als Nicht-Russe an diese Schätze kommen.

„Leninka“In der wichtigsten russischen Staatsbibliothek, der Lenin-Bibliothek in Moskau, sind Ausländer und Russen bei der Anmeldung gleichgestellt: Jede über 18 Jahre alte Person kann mit ihrem Pass und für eine einmalige Gebühr in Höhe von 100 Rubel vor Ort eine Leserkarte erhalten. Hier können Bücher zwar nur vor Ort gelesen werden, dafür gibt es aber gleichzeitig auch ein großes Digitalarchiv zu erkunden. Außerdem gibt es ein gemütliches Café zum Verweilen.

Auch andere Staatliche Bibliotheken in Moskau und der Region sind für Ausländer geöffnet. Nur ein Minus kommt häufig vor: Ausländer dürfen oft nur vor Ort lesen.

Für Spachwissenschaftler empfiehlt sich ein Besuch in der Allrussischen Staatlichen Bibliothek für ausländische Literatur, auch bekannt als „Inostranka“. Sie ist auch für Ausländer kostenfrei. Sie brauchen nur Ihren Pass. Ausleihen können Sie, wenn Sie seit mindestens einem Jahr eine Registrierung in Moskau haben.

Die Russische Staatliche Öffentliche Historische Bibliothek, kurz "Istoritschka", hat da schon striktere Regeln. Hier brauchen Sie zur Anmeldung nicht nur Ihren Pass, sondern außerdem einen Nachweis, dass Sie an einer Hochschule studieren oder unterrichten. Dann aber stehen Ihnen ihr großes Archiv und umfassende Zeitschriftensammlung kostenfrei zur Verfügung.

Für die jüngere Generation und Kinder gibt es die Russische Staatliche Bibliothek für junge Erwachsene und die Turgenjew-Bibliothek.

Auch die kleineren Stadtteilbibliotheken sowie die Gebietsbibliotheken in den Regionen, z.B. in Irkutsk, Jekaterinburg, Magadan und überall sonst, stehen für Ausländer offen. Aber: Ausweispapiere nicht vergessen!