#BleibtZuHause-Aktion: Wie Russen zur Selbstisolation aufgerufen werden (FOTOS)

Kampagnen zur häuslichen Selbstisolation sind in Russland in vollem Gange.

Während die Behörden weitere Ausgangssperren verhängen, um die Ausbreitung des Coronavirus in Russland einzudämmen, wurde die Öffentlichkeit aktiv dazu ermutigt, sich zu Hause selbst zu isolieren. Neben Staatsbeamten, Ärzten oder Prominenten schließen sich auch berühmte Marken und Medien der weltweit stattfindenden Kampagne #BleibtZuHause an. 

Hier sind einige der besten und kreativsten #BleibtZuHause-Aktionen, die diese Woche in Russland die größte Aufmerksamkeit erzielt haben.  

Moskauer Metro

„Ärzte bleiben für euch auf der Arbeit. Bleibt für sie zu Hause”

Nicht nur, dass die Moskauer U-Bahn einen solchen Aufruf auf öffentlichen Fernsehbildschirmen zeigt. Sie hat sogar zwei Stationen vorübergehend umbenannt.

„Domodedowskaja“ und „Babuschkinskaja“ wurden in „DomaDedowskaja“ und „DomaBabuschkinskaja“ umgewandelt - ein Wortspiel, das aus dem Russischen als „OpaBleibZuHause“ und „OmaBleibZuHause“ übersetzt werden kann.

Ostankino-Fernsehturm in Moskau

Der Fernsehturm hat sich ebenfalls dem Flashmob angeschlossen und erstrahlt mit dem Aufruf „Bleib gesund. Bleib zu Hause “.

>>> Fernsehturm Ostankino: Luftiger Ausflugstipp über der russischen Hauptstadt

ITMO Universität

Die Universität mit Sitz in St. Petersburg hat eine Reihe von Cartoons mit einigen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt entworfen. Allerdings mit einer wichtigen Besonderheit - jedem Denkmal fehlt ein wichtiges Teil.

Der Eherne Reiter hat nun keinen Reiter. Peter der Große fehlt auf dem Monument.

Oder: Auf einem Sockel am Ufer der Newa fehlt das Sphinxdenkmal. Sogar sie sind nun in der Selbstisolation.   

Medien

Auch Online-Medien, Fernsehsender und Zeitungen rufen ihre Zuschauer und Leser zur häuslichen Isolation auf.  

Einige haben vorübergehend Änderungen an der Gestaltung der Titelseiten vorgenommen. Die Zeitung „Argumenty i Fakty“ hat Wiktor Wasnezows Gemälde „Aljonushka“ in „Udaljonuschka“ umbenannt - ein Wortspiel, das sich ins Deutsche als „Fernarbeit“ übersetzen lässt.

Der Name der Zeitung „Moskowski Komsomolez“ (kurz „MK“) hat nun einen Abstand.

Einige Fernsehsender passten ihre Logos an die aktuelle Situation an.

Auf dem Logo des Fernsehsenders „Moskau 360°“ sind nun der Aufruf „Wascht eure Hände“ und ein Coronavirus-Emoji zu sehen.

Das Logo des RTVi-Senders wird von Coronavirus-Emojis umrandet.

Das Logo von Rossija Segodnja ist „zu Hause“.

Firmen

Berühmte Marken wie z.B. „Lamoda“, einer der führenden Online-Händler in Russland und den GUS-Staaten, hat seinen Namen in „Ladoma“ umgewandelt („Doma“ bedeutet auf Russisch „Zuhause“).

Das russische Facebook-Pendant „VK“ hat seinem Logo ein Hashtag #besserzuhause hinzugefügt.

Da man heute einen Abstand von mindestens einem Meter zwischen sich und anderen halten soll, haben einige russische Unternehmer einen Abstand zwischen den Logo-Buchstaben hinzugefügt:

z.B. Russische Eisenbahnen RZD...

... oder auch die Suchmaschine Yandex.

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