Fernsehturm Ostankino: Luftiger Ausflugstipp über der russischen Hauptstadt

Ein runder Glasboden, rotierende Restaurant und das Moskauer Lichtermeer liegt Ihnen zu Füßen: Auf dem Ostankino-Fernsehturm hat jüngst noch eine eue Aussichtsplattform eröffnet. Grund genug für einen neuen Auslug: Hier sind die wichtigsten Tipps.

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Erstmals seit vielen Jahren können Sie den Ausblick auf Moskau vom Fernsehturm Ostankino aus nun auch ohne störende und spiegelnde Glasscheibe genießen. Auf dem sogenannten "technischen Balkon" auf 85 Metern über der Erde hat eine neue Freiluft-Plattform eröffnet. Die traditionelle runde Panoramaaussicht hinter sicherem Glas auf 337 Metern ist natürlich auch noch geöffnet.

Auf den neuen Balkon führt auch eine neu konzipierte Führung auf den berühmten Sendeturm. Insgesamt gibt es zwei:

1) Mit dem Lift in 42 Sekunden auf die Glasaussicht in 337 Metern Höhe. Angekommen, treten Sie sofort auf den festen Glasboden und dürfen sich ein bisschen wie ein Vogel über Moskau fühlen.

2) Beide Aussichtsplattformen nacheinander.

Ticket, Passierschein & die Sicherheit

Der Fernsehturm, zumal noch in Betrieb, wird wie ein Hochsicherheitsobjekt bewacht. Darum müssen Sie im Voraus nicht nur ein Ticket, sondern auch einen Passierschein - auf Russisch "propusk" - bekommen, der Sie dann zu dem gewählten Datum zum Betreten des Turms überhaupt berechtigt. Achtung, täglich wird nur eine begrenzte Zahl von Touristen auf den Turm gelassen.

Also buchen Sie Ihren Besuch am besten im Voraus unter Telefon 8 (495) 926 61 11 oder auf der offiziellen Webseite. Dort wählen Sie Ihre Ticketart, ihre bevorzugte Zeit zwischen 10 und 22 Uhr. Bezahlen können Sie Ihr E-Ticket dann auch vor Ort in Bar. 

Nicht eingelassen werden Kinder unter sieben Jahren, Hochschwangere, Betrunkene, Rollstuhlfahrer. Grund: Im Falle einer Evakuierung würden für diese Personen Schweirigkeiten entstehen.

Zu sehen, aber unerreichbar?

Auf der Karte sah der Fernsehturm so nah aus, fast direkt neben der Metro... Aber nein. Ihn umgibt der große Ostankino-Park, der eher einem wilden Wald ähnelt denn einem Stadtgarten. Außerdem versperren mehrere Wohnblöcke das Blickfeld auf den rechten Weg zum Turm.

Zu Fuß brauchen Sie von der Metro WDNCh aus etwa 25 Minuten. Sie können aber auch die Trollejbusse 36 und 73 bis zur Haltestelle "Ul. Akademika Koroljowa" oder die Hochbahn bis "Telezentr" nehmen.

Selfie geschossen und nun?

Auf dem Fernsehturm Istankino gibt es noch mehr zu erleben als nur Aussicht gucken und Selfie machen. Im Panorama-Restaurant auf drei Etagen zwischen 328 und 224 Metern über der Erde können Sie beispielsweise lecker zu Abend essen und sich dabei in 40 Minuten ein bis zwei Mal um die Turmachse drehen lassen. Tipp für die Sparfüchse unter Ihnen: Je höher das Restaurant - desto höher auch die Preise.

Frisch gestärkt lohnt sich dann auch ein Besuch im Turmmuseum - mit altertümlichen Apparaturen aus Zeiten noch weit vor der Verbreitung des Internets.

Und wer von Ihnen Russisch spricht und versteht, kann sich auch als potentielles Publikum zu den zahlreichen Talkshows anmelden, die in dem Turm und dem ihn umgebenden Medienpark gedreht werden: einfach registrieren, wenn es klappt, bekommen Sie sogar noch Geld für die Teilnahme.

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