Erst Moskau, jetzt alle: Wie sich russische Städte verwandeln

10 incredible changes that Russian cities to face in 2017

10 incredible changes that Russian cities to face in 2017

Strelka KB
Russische Städte sollen lebenswerter werden. Vielerorts werden deshalb in diesem Sommer große Sanierungsprojekte umgesetzt. Promenaden werden umstrukturiert, Freizeitmöglichkeiten für Bewohner und Besucher geschaffen. RBTH stellt einige der spannendsten Projekte vor.

Moskau

Wie von Geisterhand verändern sich in Moskau seit 2014 Straßen, Plätze, Parks und Promenaden. Die Designer des Planungsbüros Strelka haben das Konzept zum Wandel der Stadt entworfen. Jetzt gehen sie über die Grenzen der Hauptstadt hinaus und setzen ihren Skizzierstift am Stadtbild russischer Regionalmetropolen an: Ganze 40 Städte – von Kaliningrad bis Wladiwostok – sollen ab diesem Sommer lebenswerter werden.

Das gewaltige Vorhaben ist Teil eines staatlichen Bauprogramms der Agentur für Hypotheken- und Wohnfinanzierung AISchK. Strelka soll dabei die Arbeit von Stadtplanern, Landschaftsdesignern und Architekten koordinieren. Auch international renommierte Architekturbüros wirken mit: So sind zum Beispiel Snohetta, Karres&Brands, West8 und Topotek1 in die Arbeit involviert.


 
„Rund 7 200 Spezialisten arbeiten an dem Projekt, darunter auch 760 Experten aus Russlands Regionen“, so ein Strelka-Sprecher. Die Neugestaltung der Städte sei längst fällig. Und ein komfortables Stadtumfeld sei nicht nur angenehm, sondern fördere auch das Wirtschaftspotenzial einer Region, erklärt er.

Und so soll es bald in anderen russischen Metropolen und Städtchen aussehen:

Wladiwostok

Noch ist die Uferpromenade des fernöstlichen Wladiwostoks einfach „zuasphaltiert“. Nach dem Vorhaben der Architekten aber soll sie stufenweise zum Wasser herabführen. Die erste Ebene wird dann mit Steinfliesen gepflastert, auf der unteren Ebene – jener, die direkten Zugang zum Wasser bietet – entsteht ein Holzsteg, auf dem Strandliegen aufgestellt werden können.

Belgorod

Die Uferpromenade dieser westrussischen Stadt ist eigentlich eine chaotische Wiese. Dort soll nun ein Erholungspark entstehen.


Jekaterinburg

Die Ufer des Isset-Flusses im Zentrum der sibirischen Metropole werden durch drei Brücken miteinander verbunden. Eine Brücke wird nun runderneuert, zwei weitere werden neu gebaut. Auf der Promenade entstehen dann eine Stegbühne, ein Freilichttheater und eine Aussichtsplattform – viel Raum für Festivals und Konzerte also.


 

Grosny

Zwei Kriege hat die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tschetschenien in den 1990er-Jahren erlebt. Heute wird die Stadt im Rekordtempo saniert. In diesem Sommer soll in Grosny ein öffentlicher Raum einer ganz neuen Generation entstehen, hoffen die Planer von Strelka.



 

Kaliningrad

In der Hauptstadt der westlichsten Region Russlands wird der untere Schlossteich restauriert, ein bei Kaliningradern sehr beliebter Erholungsort. Der obere Schlossteich wurde bereits 2012 runderneuert.



 

Lipezk

In dieser zentralrussischen Industriestadt entsteht eine Plattform mit einem Sommerkino.



 

Rjasan

Auch in dieser zentralrussischen Großstadt soll ein Sommerkino entstehen – in den Stadtgärten, die vor der Revolution zum Anwesen eines Großgrundbesitzers gehört hatten.



 

Uljanowsk

Der Park der Völkerfreundschaft am Ufer dieser Wolga-Stadt wird in Stufenbauweise umgebaut. Auf unterschiedlichen Ebenen entstehen dann eine Freilichtbühne, ein Kinderpark und eine Flaniermeile direkt am Wasser.



 

Wladikawkas

In Russlands südlichster Stadt wird die Promenade am Fluss Terek und der sunnitischen Moschee neu gestaltet. Dort entsteht dann unter anderem ein Fahrradweg. Geplant ist außerdem, eine historische Straßenbahn wieder in Betrieb zu nehmen.



 

Wolgograd
Die vielen Altstadtviertel im Zentrum dieser Wolga-Metropole werden zu Fußgängerzonen umgebaut. Dann werden Autos Blumenbeeten und Fahrradfahrern weichen müssen.

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