Kriegsspiele: Wie sich 28 Länder um militärische Ehren duellieren

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Im dritten Jahr infolge versetzten die “Military Games” ihr Publikum mit einer explosiven Mischung aus verschiedenen Kampfsimulationen in Ekstase. Mit dabei waren 28 Länder – in vollkommener Friedfertigkeit.

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Wer mag den Geruch von Schießpulver und Diesel am frühen Morgen denn nicht?! Soldaten aus 28 Ländern gefällt er auf jeden Fall – genauso wie den Tausenden Zivilisten, die sich die dritte Ausgabe der „Military Games“, also der Militärspiele, angeschaut haben. Das Event fand zeitgleich in Russland, China, Kasachstan und Belarus statt.

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Am vergangenen Samstag gingen die im Stile der Olympischen Spiele ausgetragenen “Kämpfe” zu Ende.

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Truppen aus Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, dem afrikanischen Kontinent und China standen sich in einer Reihe von Disziplinen gegenüber: Es gab Duelle auf dem Wasser, in der Luft und an Land.

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Wie in jedem Jahr war auch diesmal der Panzer-Biathlon die am sehnlichsten erwartete Veranstaltung.

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Es ähnelt dem Ski-Biathlon, bei dem Teilnehmer eine Strecke abfahren und dann mit Gewehren auf Ziele schießen. In diesem Fall aber gibt es Panzer und sie schießen mit ihren Waffen auf alles Mögliche – von Trucks bis Helikopter (in denen natürlich niemand sitzt).

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Alle Teams nutzten die russischen Kampfpanzer T-72B3 – mit Ausnahme der Chinesen. Sie brachten zum zweiten Mal ihr neuestes Modell, den Panzer 96A, mit nach Russland.

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Neben den Panzerwettbewerben zogen auch die Flugduelle viele Zuschauer an. Pilotenteams aus vielen Nationen flogen ihre mit Sprengkörpern ausgestatteten Kampfjets, um damit die versteckten „bösen Jungs“ auszuschalten.

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In diesem Jahr wurde einer der Wettbewerbe in China ausgetragen. Länder mobilisierten dazu ihre Infanterieeinheiten, um deren Fähigkeiten während des Duells „Suworow-Ansturm“ zu testen.

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Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte gegenüber RBTH, dass diese spezielle Veranstaltung als die schwerste gelte, weil nicht nur die Schießgenauigkeit der Soldaten sondern auch deren Fähigkeit, sich erfolgreich durch unbekanntes Gelände zu bewegen, getestet werde.

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„Diese Männer waren voll ausgestattet und haben 20 Kilogramm auf ihren Rücken getragen. Unter diesen Bedingungen mussten sie zehn Kilometer zurücklegen, egal bei welchen Wetterbedingungen: durch Regen oder unter der brennenden Sonne“, erzählte der Sprecher.

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Aber die Infanteristen waren nicht die einzigen, die der rauen Natur ausgeliefert waren. Das Meer vergibt nicht, und Militärtaucher wissen das nur zu gut.

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Beim „Tiefen”-Turnier mussten die Taucher eine bestimmte Anzahl „ertrinkender” Menschen retten. Letztlich wurden alle erfolgreich zurück auf trockenes Land gebracht. Die Nationen können also allesamt stolz auf ihre Spezialeinheiten der Marine sein.

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In diesem Jahr war auch das Verteidigungsministerium zufrieden: Immerhin brachten die russischen Soldaten die meisten Goldmedaillen mit nach Hause. China landete auf dem zweiten Platz, Kasachstan wurde dritter.

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Ein weiterer Sprecher des Ministeriums sagte RBTH, dass die Zahl der Teilnehmer von Jahr zu Jahr steige. Man gehe davon aus, dass auch die Anzahl der Teams wachsen werde. Das russische Verteidigungsministerium hatte übrigens auch Nato-Länder dazu eingeladen, an den Spielen teilzunehmen. Die Chance, jedwede Differenzen friedlich zu lösen, wurde leider abgelehnt. Vielleicht ja im nächsten Jahr!

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