Direkt und schlagfertig: Die fünf witzigsten TV-Antworten Putins

14. Juni 2017 Anna Chaerdinowa
Beim sogenannten "Direkten Draht“ beantwortet Wladimir Putin allerlei Fragen seiner Bürger. Die TV-Sendung gibt es seit 2001. Von Jahr zu Jahr wird sie länger und gefragter. RBTH hat die schönsten Scherz-Antworten Putins zusammengetragen.

Putin beim "Direkten Draht" 2016 / EPAPutin beim "Direkten Draht" 2016 / EPASeit 16 Jahren schon gibt es diese TV-Fragestunde mit dem russischen Präsidenten auf dem Sender "Perwyj Kanal", dem russischen Ersten. Alle interessierten Bürger können ihre Fragen im Voraus per Post, Telefon, E-Mail und mittlerweile sogar über die sozialen Netzwerke Facebook und VKontakte einreichen. Meist geht es um kommunale Dienstleistungen und Wohnprobleme (15 Prozent),  Menschenrechte (12 Prozent) und Innenpolitik (8,5 Prozent). Andere Themen sind oft die jeweils aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt, Industrie und Infrastruktur, Gesundheitswesen und Korruption. Die längste Show fand 2013 statt und dauerte vier Stunden und 47 Minuten. Eine Rekordzahl hat „Direkter Draht“. 2015 erreichte der „Direkte Draht“ seine bisherige Rekord-Einschaltquote: etwa 3,25 Millionen Menschen haben sich die Sendung damals angeschaut.

Am Vortag der diesjährigen TV-Fragestunde mit Putin präsentiert RBTH die lustigsten Fragen und Antworten aus den letzten Jahren:

2014

Albina, sechs Jahre: Falls Putin einmal ertrinken würde, würde Obama ihn dann retten?

Putin: „Ich hoffe, dass mir das nie passiert. Aber, wissen Sie, neben den politischen Beziehungen gibt es auch persönliche, zwischenmenschliche. Schwer zu sagen, ob der US-Präsident und ich eine besondere persönliche Beziehungen haben. Aber ich glaube, dass er ein anständiger und mutiger Mensch ist. Er würde das sicher tun.“

Faina Iwanowna, Rentnerin: Wird denn Alaska wieder zu Russland gehören? Wir würden uns sehr freuen.

Putin: „Faina Iwanowna, meine Teure, wofür brauchen Sie denn Alaska? (…) Wir haben doch schon ein nordisches Land, 70 Prozent unseres Territoriums gehört zum Norden und Hohen Norden. Ist Alaska in der südlichen Halbkugel? Nein, dort ist es auch kalt. Also, besser nicht aufregen, okay?“

2015

Timofej, vier Jahre: „Wladimir Wladimirowitsch, schon seit meiner Geburt möchte ich Präsident werden. Ist das denn schwierig? Und wie lange schlafen Sie? Ich schlafe nämlich sehr gerne. Danke!“

Putin: „Du schaffst das sicher, wenn du wirklich willst; gemessen an deinem Charakter, deiner Einstellung und deinem Wille, wird dir das bestimmt gelingen. Und dass du viel schläfst, ist eigentlich sehr gut; das bedeutet, dass du ein gesunder Präsident wirst.“  

Eine andere Frage ohne Namensangabe: Haben Sie nicht manchmal das Gefühl, dass Ihre Freunde Ihre Güte missbrauchen?

Putin: „Warum denn nur Freunde? Alle beanspruchen meine Güte.“

2016

Anastassia, neun Jahre: Ob Putin gerne Brei zum Frühstuck isst, was er gemacht hat, wenn man ihn zwingen wollte Brei zu essen, und ob sich sein Verhältnis zu Brei mit dem Alter verändert hat.

Putin: „Ich bin so aufgewachsen, dass ich nie etwas machen musste, was ich nicht wollte. Brei esse ich jeden Tag am Morgen, auch heute. Und mein Verhältnis zu ihm wurde immer besser. Je weniger Zähne man hat desto mehr mag man Brei.“

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