„Direkter Draht“ zu Putin: Fragen an den Präsidenten

Alexei Druzhinin / TASS
Der Kremlchef antwortet seinen Bürgern live im Fernsehen.

15:42 Das war's für 2016! Über 3,5 Stunden lang hat Putin Bürgerfragen beantwortet.

15:40 Putin: Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob ich an den Wahlen im Jahr 2018 teilnehmen werde.

15:33 Putin: So eine Aussage kann nur ein starker Mensch machen. Das ist anzuerkennen.

15:32 Frage: Wie bewerten Sie die Aussage Obamas, dass sein größter Fehler das Vorgehen in Libyen war?

15:25 Putin: Ausgaben für Ministerien und Verwaltung werden aus den bekannten Gründen gesenkt. Die Staatsausgaben für Rüstungsgüter dagegen werden gegenwärtig nicht gesenkt. Nach der geplanten Ausstattung der Streitkräfte mit neuer Militärtechnik kann man über eine mögliche Reduzierung dieser Ausgaben nachdenken.

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15:15 Putin: Angesichts der jüngsten Terrorattacken in Europa kann es sein, dass man sich in Tomsk, in Sibirien, sicherer fühlen kann.

15:12 Putin: Die Nationalgarde wurde gegründet, um die Zirkulation von Waffen in Russland zu kontrollieren.

15:00 Putin zum Konflikt um Bergkarabach: Wir wollen sowohl mit Aserbaidschan als auch mit Armenien zusammenarbeiten Schließlich leben viele Vertreter beider Völker auf russischem Territorium. Es müssen Kompromisse zur Konfliktlösung gefunden werden.

14:55 Frage: Was denken Sie über die neue Regierung der Ukraine? Putin: Nichts. Ich weiß nicht, wie sie sein wird.

14:50 Putin zu Minsker Vereinbarungen: Es gibt keinen anderen Weg der Konfliktregulierung außer der Erfüllung der Minsker Vereinbarungen. Immer wieder wird gesagt, Moskau solle irgendetwas erfüllen. Was wir sollrten, haben wir getan. Sie sollten etwas tun.

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14:20 Putin: Es sieht nicht danach aus, dass die Restriktionen gegen uns so schnell zurückgenommen werden. Das heißt, auch wir halten die Sanktionen aufrecht.

14:15 Statement von Milchbauern aus Oblast Woronej: Wenn die Sanktionen zurückgenommen werden, können unsere Milchprodukte am Markt nicht mehr mit den Importen konkurrieren.

14:09 Putin: Einiges Russland wirkt im Land als stabilisierende Kraft, in vielen Städten gewinnen aber auch andere Parteien Wahlen. In den USA gibt es nur zwei Parteien im Parlament. Ist das demokratisch? Oder Vater und Sohn Bush als Präsidenten. Oder das Ehepaar Clinton.

14:07 Politiloge Alexej Muchin: An den Wahlen nehmen nur "alte" Parteien teil. Haben neue Parteien überhaupt eine Chance?

14:04 Putin: Es wird keine Wahlfälschnugen geben. 

14:03 Frage: Lohnt es überhaupt zur kommenden Dumawahl zu gehen, wenn alle Stimmen für "Einiges Russland" gezählt werden.

14:00 Nach 2 Stunden bereits 3 Millionen Anrufe!

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13:55 Putin: "Es geht nicht um einzelne Personen, sondern darum, dass Russland respektiert und als gleichwertiger Partner angesehen wird."

13:50 Thema Präsidentschaftswahlen in den USA: "Wer ist schlechter für Russland, Clinton oder Trump?"

13:45 Putin: Die internationale Mediengruppe, die diese Ergebnisse veröffentlicht hat, gehört Goldman Sachs. Je näher wir den Wahlen in den USA kommen, um so mehr solcher Provokationen wird es geben.

13:42 Putin über Panama Papers: Roldugin hat so viele einzigartige Musikinstrumente gekauft, so dass er jetzt sogar Schulden hat.

13:40 Mehr Kinderfragen: "Essen Sie Haferbrei zum Frühstück?" Putin: "Ja, desto weniger Zähne man hat, desto lieber isst man Haferbrei."

13:37 Putin: Man sollte sich nicht auf Märchenfiguren verlassen, sondern selber hart arbeiten und seine Ziele selbstständig erreichen.

13:35 Frage einer Schülerzeitung in Perm: "Was würdest du dir wünschen, wenn du drei Wünsche frei hättest?"

13:30 Putin: Seit den Sowjetzeiten wurde der Wohnungssektor finanziell nicht genug unterstützt, sodass sogar Alltagsartikel knapp wurden. Die Kosten für Strom und Wasser sollen transparenter werden, die Regierung hat allerdings keinen Einfluss auf die Höhe der Nebenkosten.

Foto: Vitaliy Ankov / RIA NovostiFoto: Vitaliy Ankov / RIA Novosti

13:15 Fragen zu den wachsenden Mietkosten, neuen Tarifen für Strom und Wasser und nötige Instandhaltungsarbeiten in den Wohnungen.

13:12 Putin über die Teilnahme des russischen Teams an den Olympischen Spielen in Rio: "Man muss auf alles vorbereitet sein."

13:08 Putin: Meldonium ist auf keinen Fall ein Dopingmittel.

13:03 Auch Putins Ex-Frau wird thematisiert: "Wir haben eine bessere Beziehung als früher und sind beide glücklich".

13:00 Putin: Die Wolga braucht unsere besondere Aufmerksamkeit, denn dort ist die Umweltverschmutzung ein großes Problem.

12:55 Frage von der Krim: Strom gibt es nur stundenweise. Gut wäre es wenn, Elektroenergie immer zur Verfügung wäre. Putin: In den nächsten Wochen beginnen wir eine Riesenmenge Elektroenergie  zu liefern, mehr als je zuvor aus der Ukraine kam.

Alexander Vilf / RIA NovostiAlexander Vilf / RIA Novosti

12:53 Putin: Und in der Türkei ist auch alles schlecht. Es gibt jeden Tag Terroranschläge. Also braucht man keine Flugverbindungen wieder einrichten.

12:50 Frage: Wann kann man wieder in die Türkei und nach Ägypten fliegen? Putin: Man muss einen sicheren Hin- und Rückflug garantieren. Das gibt es in Ägypten derzeit nicht. "Aber die Sicherheitskräfte arbeiten mit den ägyptischen Freunden."

12:46 Frage: Wann werden Sie Urlaub auf der Krim machen? Putin: Das weiß ich noch nicht, aber ich werde dort hinfahren.

12:44 Frage (Warwara, 12 Jahre): Poroschenko und Erdogan sinken, wen retten Sie? Putin: Wer sinken will, den kann man nicht retten.

12:40 Putin: Wir haben mit unseren Nachbarn gute Beziehungen, einschließlich der Türkei. Wir  haben schlechte Beziehungen nur mit einigen Politikern. Wir reagieren richtig, weil man reagieren muss. Und wir entwickeln die Beziehungen mit allen Partner.

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12:38 Putin nimmt selbst sowohl ausländische als auch einheimische Medikamente, aber preisgünstige.

12:32 Frage zu Medikamenten: In den Apotheken gibt es nur noch teure importierte Medikamente.

12:28 Putin über Syrien: Wir sind nicht abgezogen und haben alles hingeworfen. Einen Großteil der Gruppierung haben wir abgezogen. Aber wir haben die syrische Armee in einen solchen Zustand versetzt, dass sie fähig ist, selbst ernsthafte Operationen durchzuführen.

12:24 Putin: Der Agrarsektor ist um 3% gewachsen.

12:20 Putin: Wichtigste Aufgabe ist, die Wirtschaftsstruktur zu verändern. Die Industrieproduktion ist im Februar wieder leicht gewachsen. Der Export von Hochtechnlogieprodukten wächste schneller als der von Rohstoffen.

12:17 Putin: Ich spare meine Zeit, denn Zeit ist das Wertvollste, was wir haben.

12:15 Putin: Wir haben bewusst Gegensanktionen eingeführt, um unsere Landwirtschaft zu unterstützen.

12:07 Putin: Es gibt finanzielle Ressourcen (bis zu 40 Bio. Rubel) für bessere Straßen, sie müssen nur auch korrekt eingesetzt werden.

12:03 Die erste Frage kommt aus Omsk.

12:00 Fragen eingegangen - letztes Jahr waren 8,5 Mio. Menschen dabei. Los geht's!

Foto: Alexei Druzhinin / TASSFoto: Alexei Druzhinin / TASS

11:50 Der „Direkte Draht“ zu Wladimir Putin ist eine Livesendung und einmalig im russischen Fernsehen: Mehrere Stunden lang steht der russische Präsident den Fragen seiner Mitbürger Rede und Antwort. Die inzwischen jährlich stattfindende Tradition nahm am 24. Dezember 2001 ihren Anfang. Damals wurden rund 400 000 Fragen eingeschickt – im Vergleich zu heute sehr wenig: In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit einem neuen Rekord – bislang sind drei Millionen Fragen eingegangen. 

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