Geschichte Tag für Tag: 3. September

The supermoon rises behind the Soyuz MS-03 spacecraft at the launch pad in the Russian-leased Baikonur cosmodrome in Kazakhstan, 14 November 2016

The supermoon rises behind the Soyuz MS-03 spacecraft at the launch pad in the Russian-leased Baikonur cosmodrome in Kazakhstan, 14 November 2016

Grigoriy Sisoev/RIA Novosti
Berühmter Sowet-Exil-Schriftsteller, ein deutsch-russischer Start ins All und mehr...

3. September 1941:

In Ufa, über 800 Kilometer östlich von Moskau, wird Sergej Dowlatow geboren. Bis heute ist er einer der berühmtesten russischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher spielen stets in all den Städten, in denen auch der Autor selbst einmal lebte: Sankt Petersburg, Wien, New York…

Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Journalist und schrieb noch im damaligen Leningrad für verschiedene Zeitungen, später auch als Korrespondent für die estnische Presse.

Dowlatow emmigrierte 1979 aus der Sowjetunion in die USA und lebte über zehn Jahre in New York. Viele seiner Geschichten widmete er dem Alltag der russischen Migranten in Amerika.

Der Schriftsteller starb am 24. August 1990 im Alter von 49 Jahrenin New York. Seine Frau und seine Tochter leben noch immer in dem gemeinsamen Haus.

3. September 1995:

Vom russischen Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur startet mit der Sojus-TM-22-Mission der deutsche Astronat Thomas Reiter gemeinsam mit seinen russischen Kosmonautenkollegen  Juri Gidsenko und Sergei Awdejew zur Raumstation Mir.

3. September 1918:

Die 28-jährige Fanny Kaplan wird im Alexandergarten des Moskauer Kreml erschossen. sie soll zuvor einen Anschlag auf Revolutionsführer Wladimir Lenin versucht haben. Als er nach einer Rede zum Auto ging, fielen drei Schüsse. Leninwird schwer verletzt, aber überlebt. Eine Kugel ging durch seinen Mantel, die anderen zwei schliffen ihn. Unter den anwesenden Menschenmassen soll sich Kaplan besonders seltsam benommen haben. Als sie festgenommen wurde, schrie jemand, dass sie die Schützin gewesen sei.

Später gab sie die folgende Erklärung ab: „Ich heiße Fanny Kaplan. Heute habe ich auf Lenin geschossen. Ich tat das nach eigener Entscheidung. Ich werde nicht sagen, von wem ich den Revolver bekommen habe. Ich werde keine Details nennen. Ich hatte schon lange beschlossen, Lenin zu töten. Ich halte ihn für einen Verräter der Revolution. Ich war wegen meiner Teilnahme an einem Attentat auf einen zaristischen Beamten in Kiew ins Akatui-Gefängnis verbannt worden und habe elf Jahre in Zwangsarbeit verbracht. Nach der Revolution wurde ich freigelassen. Ich war Anhängerin der verfassungsgebenden Versammlung und bin es heute noch.“

3. September 2004:

Nach drei Tagen Geiselnahme stürmen russische Eliteeinheiten eine von Terroristen in der Stadt Beslan in Nordossetien besetzte Schule. Mehr als 1100 Kinder und Erwachsene wurden dort als Geiseln gehalten. Allein bei der Befreiungsaktion kamen 333 Geiseln, darunter viele Kinder, ums Leben.

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