Russischer HR-Roboter "Vera" erobert Personalabteilungen der USA

Nachdem diese junge „Dame“ bereits erfolgreich für internationale Top-Unternehmen in Russland neue Mitarbeiter rekrutieren konnte, wird der HR-Roboter Vera aus Sankt Petersburg nun auch in den USA tätig werden.
Die Vera-US-Version hat leichte

Roboter überlassen uns bald nicht nur mehr Freizeit, sondern können auch über unsere ganz persönliche Zukunft entscheiden. Vera ist so ein Beispiel: Sie ist ein auf Neuronennetzwerken basierender HR-Roboter, der bereits in Russland für internationale Top-Firmen potentielle neue Mitarbeiter sucht, darunter PepsiCo, Coca-Cola, HBC und Raiffeisen.

„Vera ist ein virtueller Charakter, der sieben Tage die Woche 24 Stunden arbeiten kann, und sie ist ein Beispiel dafür, wie Roboter unsere Zukunft prägen werden“, erklärt der Co-Gründer Wladimir Sweschnikow der Konstruktionsfirma Strafory in Sankt Petersburg gegenüber Russia Beyond. „Bislang gibt es keine anderen Modelle, die mit Sprache und Video gleichzeitig arbeiten können und dabei auch noch Telefonanrufe tätigen und entgegennehmen können.“

Vera kann Hunderte Bewerbungsgespräche gleichzeitig per Video- oder Telefonanrufe führen und die Auswahl der besten möglichen Kandidaten einengen. Sie kennt 13 Milliarden Wörter aus über 100.000 Joblisten sowie TV und Wikipedia. So kann sie frei und flüssig mit den „echten“ Bewerbern kommunizieren.

Strafory testete bereits in zwei Pilotprojekten, wie die potentiellen US-Klienten auf den neuen Service reagieren würden. „In Russland hatten die Menschen keine Berührungsängste davor, mit einem Roboter zu sprechen: Sie denken, das sei ein Spaß. Außerdem zeigt es die technischen Kompetenzen des potentiellen Mitarbeiters“, so Sweschnikow.

Mit einem leicht überarbeiteten Look wird Vera nun bald auch auf dem US-amerikanischen Markt anzutreffen sein. Ihre  Gesprächsführung hängt von zahlreichen Faktoren ab, aber im Zentrum stehen die Stellenbeschreibung und der Kandidat. Sweschnikow erklärt das Prinzip: „Wenn eine Stelle ohne oder mit wenig Erfahrung ausgeschrieben ist, ist die Sprache einfacher. Wird aber ein IT-Entwickler gesucht, wird eine schwierigere Fachsprache gebraucht.“

Künftig soll Vera dann auch noch den Ausdruck verschiedener Emotionen wie Ärger, Enttäuschung und Freude lernen. In „einem oder zwei Jahren“ soll Vera dann schon „nicht mehr von einem menschlichen Gesprächspartner zu unterscheiden sein“.

Was meinen Sie, würden Sie ein Bewerbungsgespräch mit einer virtuellen Person führen wollen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren!

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