Diese vier russischen Kampfflugzeuge sind auch für die NATO interessant

Su-57

Vitaly V. Kuzmin/www.vitalykuzmin.net
Die Kampfflugzeuge des russischen Konstrukteurs Suchoi sind hochmodern und effizient und zeigen sich den ausländischen Konkurrenten oft überlegen. Sogar Nato-Mitgliedstaaten bevorzugen die russischen Maschinen.
  1. Su-25

Das Erdkampfflugzeug Su-25 wurde zur Unterstützung der Bodentruppen entwickelt. Es braucht keine ausgebauten Flugplätze, sondern kann auch auf unebenen Strecken in der Nähe der Front starten und landen.   

Die Su-25 kann bis an die Zähne bewaffnet werden. 32 Waffentypen, darunter Luft-Luft-Raketen und Luft-Boden-Raketen können installiert werden. 40 Jahre Kampferfahrung hat dieser Flugzeugtyp, der bei 18 Konflikten auf drei Kontinenten im Einsatz war, vom Afghanistankrieg bis aktuell in Syrien. 

  1. Su-27

Die Su-27 ist wendig und schnell und ist eines der wichtigsten russischen Kampfflugzeuge. Sie wird auch Flanker genannt. Die Maschine überzeugt im Kampfeinsatz ebenso wie bei kunstvollen Manövern während Flugshows. 

Die Su-27 wurde als Gegenstück zur US-amerikanischen F-15 entworfen, jedoch gab es noch keine echte Konfrontation zwischen den beiden Flugzeugtypen. Bei Übungen schlug sich auf der kurzen Distanz das russische Kampfflugzeug besser als der US-Konkurrent, der bei längeren Strecken überlegen war.  

Noch heute ist die Su-27 in Dutzenden Staaten im Einsatz, überraschenderweise besitzt auch die USA Maschinen dieses Typs. Sie hat sie in der Ukraine und Weißrussland zu Ausbildungszwecken gekauft. 

Die Su-27 ist ein Basismodell, das mehrfach modifiziert wurde. Auf ihrem Entwurf beruhen auch die Flugzeugtypen Su-30-, Su-35 und die Su-33, die für den Einsatz auf Flugzeugträgern konstruiert wurde. 

  1. Su-57

Dieses neue russische Kampfflugzeug der fünften Generation soll die Modelle Su-27 und Su-35 ersetzen. Die US-amerikanischen Gegenspieler sind die F-22 Raptor und die F-35 Lightning.

Die Su-57 ist das erste russische Kampfflugzeug mit Tarnkappentechnologie. Ziel ist es, unbemerkt so nah wie möglich an gegnerische Maschinen heranzufliegen. Im Luftkampf überzeugt die Su-57 durch ihre außerordentliche Manövrierfähigkeit. 

Ein Schleudersitz verbessert die Überlebenschancen der Piloten. Er kann auch vom Boden aus aktiviert werden. Zukünftig soll die Entscheidung, wann der Pilot die Maschine verlässt, auch am Boden getroffen werden. 

Die Su-57 ist derzeit nur in Russland im Einsatz. Exportpläne gibt es noch keine, um nicht in Konkurrenz zur Su-35 zu treten. Doch es besteht Interesse und möglicherweise wird die Maschine später an Indien, Algier, China, Vietnam und sogar an das Nato-Mitglied Türkei verkauft werden. 

  1. Suchoi Superjet 100

Der Suchoi Superjet 100, SSJ-100, ist das erste russische Passagierflugzeug, das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gebaut wurde. Die Konstrukteure wollten ein rein russisches Flugzeug schaffen, doch ohne zahlreiche Bauteile aus dem Ausland ging es dann doch nicht. 70 Prozent aller Komponenten kommen nicht aus Russland. 

Das Flugzeug wurde für seine fortschrittliche Avionik, geräuscharme Motoren, Kraftstoffeffizienz und einen attraktiven Preis gelobt. Ein Superjet kostet dreimal weniger als der europäische Konkurrent A319. 

Am 05. Mai 2019 wurde ein SSJ-100 jedoch vom Blitz getroffen. Die Verbindung zur Bodenkontrolle wurde dabei unterbrochen. Bei der Notlandung auf einem Moskauer Flughafen fingen die Triebwerke Feuer. 41 Passagiere starben bei dem Unglück. 

Wenige Monate später, im August, erklärte der bisher größte Abnehmer des Flugzeugs außerhalb Russlands, die Fluggesellschaft Interjet aus Mexiko mit einer Flotte von 22 Maschinen des Typs SSJ-100, 15 Maschinen verkaufen zu wollen, aus „finanziellen Gründen”. 

>>> Russische Su-27 Jets gegen Nato-Kampfflugzeuge (VIDEO)

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